Mobilitätsstudie Ältere Kunden schließen ein Autoabo gerne im Autohaus ab

Von Julia Mauritz 2 min Lesedauer

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Die Unternehmensberatung Kearney hat in einer Umfrage die Bekanntheit, die Beliebtheit und die Beweggründe, warum die Nutzer ein Autoabo abschließen, analysiert. In den kommenden zehn Jahren rechnet sie mit einem starken Nachfrageschub.

Autoabos werden einer Umfrage der Unternehmensberatung Kearney zufolge immer beliebter.(Bild:  Finn)
Autoabos werden einer Umfrage der Unternehmensberatung Kearney zufolge immer beliebter.
(Bild: Finn)

Der Nutzen-statt-Besitzen-Gedanke hat sich bei Fahrzeugen bislang noch nicht so stark durchgesetzt, wie manch ein Experte vor einigen Jahren prognostiziert hatte. Das wird sich nach Ansicht der Unternehmensberatung Kearney allerdings in den kommenden zehn Jahren drastisch ändern. Arne Junker, Mobilitätsexperte und Partner bei Kearney, unterstreicht: „Unsere Zahlen zeigen deutlich, dass Abomodelle auch für Autos aufgrund ihrer Flexibilität und Nachhaltigkeit an Beliebtheit gewinnen.“

In einer Umfrage mit 900 Teilnehmern hatte Kearney Ansichten zu Marktkenntnis, Bedürfnissen und bevorzugten Anbietern sowie zur Bedeutung von Marke und Nachhaltigkeit erhoben. Nur acht Prozent der Befragten hatten darin angegeben, derzeit ein Autoabo zu nutzen. Allerdings bringt die Umfrage einen signifikanten Anstieg des Interesses an dieser Mobilitätsform an den Tag: Künftig planen nämlich 26 Prozent der Befragten, ein Fahrzeug zu abonnieren. Als besonders auffällig wertet die Unternehmensberatung, dass 37 Prozent derjenigen, die aktuell kein Auto nutzen und die das künftig ändern möchten, ein Autoabo präferieren. Auch 30 Prozent der aktuellen Neuwagen-Barzahler gaben in der Umfrage an, beim nächsten Fahrzeug ein Abomodell in Betracht zu ziehen.

Erhoben hatte Kearney in der Umfrage auch, wie zufrieden die Nutzer mit den Abomodellen sind: Fast zwei Drittel (64 Prozent) gaben an, sich erneut für ein Abo entscheiden zu wollen. Dabei lassen sich die Abonutzer grob in zwei etwa gleich große Segmente unterteilen: mobilitätsorientierte, markenoffene Kunden und stärker markengebundene Kunden. Letztere entscheiden sich vor allem aufgrund der im Vergleich zum Leasingmodell kürzeren Vertragslaufzeiten für ein Abo. Mobilitätsorientierte Kunden legen hingegen vor allem Wert auf Komfort und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 42 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie ihrer Automarke auch beim Abschluss eines Autoabos treu bleiben würden.

Längst nicht allen der 900 Befragten sind die Aboanbieter, die in der Befragung genannt wurden, ein Begriff: Lediglich 80 Prozent kennen mindestens eine der genannten Autoabo-Marken. Jeder Vierte signalisiert seine Bereitschaft, ein Abo bei einem Start-up wie Finn oder Carify abzuschließen. Rund 18 Prozent favorisieren Autohersteller und Autohändlern als Aboanbieter. Besonders beliebt ist der Autohandel bei Kunden, die älter als 65 Jahre sind: In dieser Altersklasse gaben 35 Prozent an, dass sie ihren lokalen Autohändler wählen würden. Unter den 18- bis 24-Jährigen bevorzugen hingegen rund 30 Prozent Abo-Start-ups. Gerade einmal 13 Prozent würden ein Abo in einem Autohaus abschließen.

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