Airbag-Rückruf: Weitere Hersteller betroffen

Von Andreas Wehner

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In den USA rufen nun auch BMW, Chrysler und Ford auf Bitten der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA Fahrzeuge in die Werkstätten, die mit eventuell fehlerhaften Gasgeneratoren ausgestattet sind.

Schnittmodell eines Fahrerairbags.(Bild in der Lenkradnabe gefalteter Airbag / / CC BY-SA 3.0)
Schnittmodell eines Fahrerairbags.

Nach den erneuten Rückrufen japanischer Hersteller wegen Airbag-Problemen beordern in den USA weitere Autobauer Fahrzeuge in die Werkstätten. Einer Mitteilung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zufolge sind auch BMW, Chrysler und Ford betroffen. Auf Bitten der Behörde überprüfen die drei Hersteller verschiedene Fahrzeuge, die mit Airbagsystemen des Zulieferers Takata ausgerüstet sind.

Aufgrund eines fehlerhaften Gasgenerators besteht beim Auslösen des Airbags möglicherweise Brandgefahr sowie ein Verletzungsrisiko durch heiße, herumfliegende Teile. Die Probleme treten vorwiegend bei hoher Luftfeuchtigkeit auf. Die Aktion gilt daher für die Regionen Florida, Hawaii, Virgin Islands und Puerto Rico.

BMW rufe in einer freiwilligen Aktion Fahrzeuge der 3er-Reihe aus den Produktionsjahren 2000 bis 2006 zurück, heißt es in einem Schreiben des Herstellers, das auf der Website der NHTSA veröffentlicht ist. Die betroffenen Teile würden ausgetauscht. BMW betonte, man habe keine Kenntnis davon, dass es tatsächlich einmal zu Problemen gekommen sei.

Auch Chrysler hat nach eigenen Angaben bislang keinen Defekt festgestellt. Dennoch werde der Hersteller die entsprechenden Teile austauschen. Derzeit werde noch geprüft, in welchen Fahrzeugen eventuell fehlerhafte Gasgeneratoren verbaut seien.

Ford kündigte an, die betroffenen Kunden zu informieren und zum Austausch in die Werkstätten zu bitten. Allerdings wies der Hersteller darauf hin, dass es aufgrund der großen Zahl der Teile mehrere Monate dauern könne, bis alle Kunden bedient werden könnten. Betroffen sind die Modelle Mustang, GT und Ranger.

Bereits im vergangenen Jahr starteten verschiedene Hersteller Rückrufe aufgrund der Airbag-Probleme. Anfang dieser Woche war bekannt geworden, dass Toyota, Honda, Mazda und Nissan die Rückrufaktionen ausweiten mussten.

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