Reifenexporte Entsorger-Initiative fordert Ausfuhrverbot

Von Cara Stibolitzki 1 min Lesedauer

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Etwa 200.000 Tonnen Altreifen werden jährlich aus Deutschland in Nicht-EU-Länder exportiert – wo sie häufig unreguliert als Brennstoff verwendet werden. Das hat drastische Folgen für die Umwelt. Die Allianz Zukunft Reifen (AZuR) will dem nun ein Ende setzen.

Altreifen sind ein wichtiger Sekundärrohstoff, der nicht im Ausland verbrannt werden sollte.(Bild:  Estato Umweltservice GmbH)
Altreifen sind ein wichtiger Sekundärrohstoff, der nicht im Ausland verbrannt werden sollte.
(Bild: Estato Umweltservice GmbH)

Reifen-Entsorger der Allianz Zukunft Reifen (AZuR) schlagen Alarm: In den letzten Monaten stellten sie einen starken Anstieg des Altreifen-Exports aus Deutschland fest, Schätzungen zufolge rund 200.000 Tonnen. Die ausgedienten Reifen landen meist im Nahen und Mittleren Osten, wo sie als Brennstoff genutzt werden und dabei keinerlei Regulierungen unterliegen. Auf diese Weise werden jährlich etwa 140.000 Tonnen CO2 freigesetzt.

Dabei sind die Emissionen, die bei den langen Transportwegen anfallen, noch nicht berücksichtigt. AZuR fordert zuständige Politiker in Bund und Ländern dazu auf, die unregulierte Verbrennung von Altreifen im Ausland schnellstmöglich zu verbieten.

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Das Umwelt-Netzwerk sieht in einem Exportverbot einen kostengünstigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit: Qualifizierte Fachbetriebe könnten Altreifen sachgerecht wiederverwenden bzw. weiterverarbeiten und so natürliche Ressourcen einsparen. Gemeinsam mit mehr als 50 Partnern engagiert sich AZuR dafür, Altreifen im Sinne eines Wertstoffkreislaufs vollständig zu verwerten.

Auch Reifen, die nicht mehr erneuert werden können, lassen sich durch stoffliche und chemische Verwertung in Form von Sekundärrohstoffen wiederverwenden. Aus nachhaltig gewonnenem Gummigranulat, Öl oder Industrieruß lassen sich anschließend nicht nur neue Reifen herstellen, sondern auch andere Recyclingprodukte wie etwa Bautenschutzmatten.

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