Amistyle zeigt Möglichkeiten der Individualisierung

Redakteur: Markus Lauer

Auf der Leipziger Amistyle kommen Tuningsfans auf ihre Kosten. Das jüngste Mitglied im sächsischen Messedreier stößt in der Erstauflage auf regen Zuspruch. Spektakulär muss das Ergebnis dabei gar nicht mehr sein.

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Die neue Amistyle in Leipzig zeigt Trends im Tuning auf.
Die neue Amistyle in Leipzig zeigt Trends im Tuning auf.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf der neu konzipierten Messe Amistyle – der Leistungsschau für Car-Styling, Individualisierung, Umrüstung und Service – präsentieren sich noch bis Mittwoch Tuninganbieter, internationale Motorsportteams sowie zahlreiche Tuningclubs.

Laut der Studie „Tuning Report 2010“ glauben rund 80 Prozent der befragten Autokäufer, dass in Zukunft das Thema Individualisierung von Bestandsfahrzeugen eine große Rolle spielen wird. Nicht nur Zubehöranbieter und Tuner haben diesen Trend erkannt, auch die Automobilhersteller bauen ihre Individualisierungs-, Originalteile- und Zubehörprogramme konsequent aus, um so zusätzliche Absatzkanäle zu erschließen.

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Tuning ist in Deutschland längst ein wichtiger Wirtschaftszweig: Etwa fünf Milliarden Euro hat die Tuningbranche jährlich in den letzten Jahren umgesetzt, wobei der Export mehr als 50 Prozent ausmachte. Die Bandbreite der Firmen reicht dabei vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Unternehmen mit mehreren hundert Angestellten.

Der zentrale Kaufgrund für Tuningfahrzeuge und -teile ist immer noch die Individualität: Eine Studie des Verbands der Automobil Tuner e. V. (VDAT) belegt, dass knapp 70 Prozent der Autofahrer mit getunten Fahrzeugen wollen, dass sich ihr Auto von anderen abhebt. Doch auch die Faktoren Benzinverbrauch und Sicherheit spielen eine immer größere Rolle.

Felgen liegen an erster Stelle

Beim Kauf von Tuning-Parts ist es mehr als der Hälfte der Tuningfans wichtig, dass diese Teile von offiziellen Stellen geprüft und für zulässig erklärt wurden. Mit 28 Prozent liegen Rad-Reifen-Kombinationen auf dem ersten Rang in der Beliebtheitsskala. Danach kommen Aerodynamik (15 Prozent), Fahrwerke (13 Prozent), der Motor mit zwölf und die Auspuffanlage mit elf Prozent. Schlusslichter sind Lenkräder mit zwei und Sitze mit einem Prozent.

Die meisten Fahrzeugbesitzer geben zwischen 1.001 und 2.500 Euro für das Tunen aus. Bei 21,3 Prozent sind es 2.501 bis 5.000 Euro und lediglich 3,4 Prozent greifen richtig tief in die Tasche und legen über 20.000 Euro auf die Tresen der Tuningbetriebe.

Dabei steht das Credo „Hauptsache spektakulär“ nicht immer an erster Stelle. Seit geraumer Zeit gewinnen auch die Ästhetik und das sanfte „Understatement-Tuning“ immer mehr an Bedeutung. Dies konnte man auch auf der Amistyle in Leipzig deutlich sehen. Für die Freunde des kreativen Tunings präsentierten Privatleute und Tuningfirmen auf einem separaten Areal ihre Fahrzeuge.

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