Hyundai ergänzt die Elektromobilität mit einer neuen Antriebstechnik, einem Plug-in-Hybrid in serieller Bauweise. Selbst die Brennstoffzelle schreiben die Koreaner noch nicht ab.
Hyundai könnte den N Visioni 74 in Kleinserie bauen.
(Bild: Hyundai)
Schnelles Laden, große Reichweite, 800-Volt-Technik, cooles Design. Mit dem Mittelklasse-SUV Ioniq 5 hat Hyundai 2021 einen bemerkenswerten Start seiner elektrischen Submarke Ioniq hingelegt. Heute liegt der Ioniq 5 in Deutschland als zweitbestverkauftes BEV der Marke nur ein paar Einheiten hinter seinem kleinen Bruder, dem Kona Electric.
Jüngst hat man dem Ioniq 5 ein Facelift spendiert. Mit der Modellüberarbeitung verbunden sind mehr Batteriekapazität und mehr Reichweite. Zusätzlich versucht Hyundai, mit einer leistungsgesteigerten N-Version des Ioniq 5 sein sportliches Image besser in Szene zu setzen. Auch den auf gleicher E-GMP-Architektur basierenden Ioniq 6 soll es nächstes Jahr in einer N-Variante geben. Ebenso steht für den im Design sehr polarisierenden „Sechser“ eine erste Modellpflege an.
Den Abschluss nach oben markiert ab 2025 das große SUV Ioniq 9, vermutlich das letzte Ioniq-Fahrzeug auf der E-GMP. Danach werden Pkw-Stromer auf einer weiterentwickelten Plattform, genannt IMA (Integrated Modular Architecture), stehen. Der siebensitzige Ioniq 9 orientiert sich stark an der Studie „Ioniq Seven Concept“ von 2021 und trägt die Technik des Schwestermodells Kia EV9. Zwar war für das Serienfahrzeug ursprünglich der Name Ioniq 7 vorgesehen, doch die Zahlenlücke zwischen sechs und neun möchte man sich lieber für künftige, etwas kleinere Modelle offenhalten. Und auch unterhalb des Ioniq 5 waren einst weitere Stromer geplant, wie beispielsweise für 2026 der Ioniq 3. Doch dürfte dieses Segment mittelfristig zunächst der Kona Electric abdecken.
Als Einstieg in die E-Welt der Koreaner ist der Inster gedacht, ein äußerst pfiffig konzipierter City-Stromer mit verschiebbaren Rücksitzen und klappbaren Lehnen für Fahrer- und Beifahrersitz. Theoretisch könnten sogar zwei Personen in Inster übernachten. Die Markteinführung soll noch in diesem Jahr sein, den Preis will Hyundai unter 25.000 Euro halten.
Entgegen manchen Gerüchten wird der Inster nicht den i10 (recht beliebt bei Pflegediensten) verdrängen. Vom Modellzyklus her wäre der Kleinwagen zwar kurz vor Ende seiner Laufbahn. Doch Hyundai plant, den i10, aber auch den i20 und i30 vorerst einige Jahre weiter zu produzieren, erst recht im Hinblick auf die momentane Kaufzurückhaltung in der Elektromobilität. Eine recht nahe „Endlichkeit“ bestätigte Deutschland-Chef Ulrich Mechau lediglich dem Dieselmotor. Und die sportlichen N-Modelle von i20 und i30 entfallen ebenfalls.
Serieller Plug-in-Hybrid als Range Extender
Deutlich mehr Engagement will Deutschlands stärkste asiatische Importmarke dagegen bei der Hybridisierung an den Tag legen, sieht hier enormes Wachstumspotenzial. Dazu gab es kürzlich im Rahmen des sogenannten „CEO Investor Day 2024“ einige Ausblicke. Die Koreaner setzen nicht primär auf reine Elektromobilität, sondern auf einen Antrieb namens EREV, einem Mix aus Benziner und E-Maschine(n). EREV steht für Extended Range Electrified Vehicle und soll eine Reichweite bis zu 900 Kilometer möglich machen.
Hyundai hält es hier technisch ähnlich wie Nissan mit seinem „E-Power-Antrieb“. Während der Verbrenner für die Produktion von Strom verantwortlich ist, treibt ein Elektromotor die Räder an - und dies ausschließlich. EREV gilt intern als Brückentechnologie und soll die kostenintensive Batteriekapazität reduzieren. Serienfahrzeuge werden ab Ende 2026 zunächst in den USA im D-Segment (Oberklasse) und in China im C-Segment (Mittelklasse) starten.
Auch die bisherige parallele Hybridtechnik (HEV) will Hyundai ausbauen. Man rechnet mit einem kräftigen Anstieg der Nachfrage. In Europa soll der Absatz bis 2028 von heute 150.000 auf jährlich 220.000 Einheiten wachsen. Noch dieses Jahr erhält etwa der Van Staria einen HEV-Antrieb.
Und letztlich haben die Koreaner noch die Brennstoffzelle im Köcher. Der Nexo ist seit 2018 als weltweit einziges Fuel-Cell-Serien-SUV unterwegs. Über einen Nachfolger oder gar ein weiteres Wasserstoffmodell schweigt Hyundai zwar beharrlich, sagt aber, man werde konsequent an dieser Technologie festhalten und sie nicht ausschließlich im Lkw-Bereich einsetzen. Zuletzt durchgesickert war, dass gute Chancen auf eine limitierte Kleinserie der Brennstoffzellen-Sportwagen-Studie „N Vision 74“ bestünden. Das Debüt könnte schon 2026 erfolgen.
Stand: 08.12.2025
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