Dekra Assistenzsysteme und E-Mobilität erhöhen Umsatz der Prüforganisation

Von dpa/gr

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An der fortschreitenden Digitalisierung der Fahrzeuge partizipiert der Dekra-Konzern durch neue Aufgabenfelder. Aber auch andere Entwicklungen tragen zur Umsatzsteigerung bei, wobei die Hauptuntersuchung eine zentrale Aufgabe des Konzerns bleibt.

Die Dekra wird ihren Umsatz im laufenden Jahr um rund fünf Prozent erhöhen.(Bild:  Dekra)
Die Dekra wird ihren Umsatz im laufenden Jahr um rund fünf Prozent erhöhen.
(Bild: Dekra)

Die Trends zu mehr Cybersicherheit und zum automatisierten und vernetzten Fahren tragen bei der Prüfgesellschaft Dekra zu weiterem Umsatzwachstum bei. Das Stuttgarter Unternehmen erwartet für 2022 einen Umsatz von fast 3,7 Milliarden Euro und damit ein Plus von rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Konzernergebnis äußerte sich die Dekra nicht. Für das kommende Jahr rechnet der Konzern mit einer Steigerung des Umsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Speziellen Handlungsbedarf sieht der Dekra-Vorstandsvorsitzende Stan Zurkiewicz beim Aufbau einer künftigen Wasserstoffwirtschaft. „Wenn wir den Übergang zu einer wasserstoffbasierten Zukunft beschleunigen wollen, müssen wir die Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur erhöhen und einen umfassenden Rechtsrahmen schaffen, um eine sichere Einführung der Technologie zu gewährleisten“, erklärte er. Grüner Wasserstoff könne generell dank vielfältiger Einsatzmöglichkeiten eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen.

Angesichts der steigenden Zahl an E-Fahrzeugen will die Dekra im brandenburgischen Klettwitz einen zweistelligen Millionenbetrag in ein Testzentrum für Antriebsbatterien investieren. Es soll 2024 seinen Betrieb aufnehmen. „Mit dieser Entscheidung setzen wir unsere gezielten Investitionen in den globalen Ausbau unserer Test- und Prüfinfrastruktur für die Elektromobilität fort“, bemerkte Zurkiewicz. Am Standort Arnheim wurde zudem eine neue Freiflächen-Testanlage zur Messung der elektromagnetischen Verträglichkeit von großen Fahrzeugen wie Elektrobussen oder Elektro-Lkw eingeweiht.

Laut einer Dekra-Mitteilung eröffnen die zunehmende Zahl an Fahrerassistenzsystemen sowie die Entwicklung zum automatisierten und vernetzten Fahren zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. „Die Mobilität der Zukunft ist datengetrieben und bringt neue Sicherheitsanforderungen mit sich“, sagte Zurkiewicz. Dadurch wachse die Bedeutung der Dekra als unabhängigem Dritten.

Die Dekra führt nach eigenen Angaben pro Jahr 30 Millionen Fahrzeugprüfungen in 24 Ländern durch und sieht sich in dem Feld als weltweit größte, nicht börsennotierte Expertenorganisation. Dabei geht es beispielsweise um Haupt- und Abgasuntersuchungen. Zuletzt war das Unternehmen in Costa Rica und Spanien in den Markt eingestiegen. Der Umsatz mit Fahrzeugprüfungen ist das größte Geschäftsfeld des Unternehmens. Es dürfte 2022 um mehr als vier Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro wachsen.

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