Bilanz 2024 Aston Martin muss sparen – und baut Händlernetz aus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die britische Edelmarke kommt nicht richtig auf die Füße. Der Absatz ist im Vorjahr gesunken, nun trifft der Sparkurs die Belegschaft. Die Investoren sind desillusioniert.

Aston Martin verbuchte 2024 einen leichten Absatzrückgang und eine höhere Verschuldung.(Bild:  Aston Martin)
Aston Martin verbuchte 2024 einen leichten Absatzrückgang und eine höhere Verschuldung.
(Bild: Aston Martin)

Der britische Luxusautobauer Aston Martin hat weiter einen schweren Stand. Mit einem Stellenabbau soll jetzt Geld gespart werden. Im vergangenen Jahr wuchs der Verlust unterm Strich um ein Fünftel auf 289 Millionen Pfund (348 Mio. Euro), wie Aston Martin bereits am 26. Februar in Gaydon mitteilte. Auch die Nettoverschuldung schwoll deutlich an, und zwar auf über eine Milliarde Pfund. Für den Jahresverlauf 2025 erwartet Vorstandschef Adrian Hallmark deutliche Verbesserungen im Tagesgeschäft – dazu beitragen soll ein Abbau von rund 170 Beschäftigten und damit rund 5 Prozent der Belegschaft.

Aston Martin DB12 Volante: Voll britisch
Bildergalerie mit 11 Bildern

Der Absatz soll um einen mittleren einstelligen Prozentsatz anziehen. Vergangenes Jahr gingen die Verkäufe wegen Problemen in der Lieferkette und eines schwachen chinesischen Marktes um 9 Prozent auf 6.030 Autos zurück. Der Umsatz fiel um 3 Prozent auf 1,58 Milliarden Pfund.

Zum besseren Absatz beitragen soll ein Ausbau des Händlernetzes. In Deutschland wird das Fabrikat seit dem letzten Jahr von Wackenhut in Baden-Baden vertrieben, während Aston Martin in Nürnberg unter der Leitung der Auto-Scholz-Gruppe vermarktet wird. Zudem sollen die Dörr Group als neuer Händlervertreter in Düsseldorf und der neue Brand Store in Hamburg (Dammtorstraße) von Nord-Ostsee Automobile die Präsenz des Unternehmens stärken.

Sinkende Aktienkurse

Anleger sind bei Aston Martin Kummer gewohnt. Im Herbst 2018 ging das Unternehmen für damals 1900 Pence an die Börse, seitdem haben mehrere Kapitalerhöhungen die Anteile verwässert. Der Börsenwert ist auf rund 900 Millionen Pfund geschrumpft. Der italienische Rivale Ferrari ist Aston Martin weit enteilt und wird derzeit mit rund 117 Milliarden Euro bewertet.

Für Analyst Harry Martin von Bernstein Research lag die Unternehmensprognose bei Umsatz und Bruttomarge unter den Erwartungen. Laut Experte Philippe Houchois vom Investmenthaus Jefferies reagierten die Investoren verschnupft auf Aussagen des Managements zur Nachfrage nach neuen Modellen.

Der Autobauer erwartet 2025 auf Basis des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) nun schwarze Zahlen. Von seinem früheren Ziel, vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei rund 500 Millionen Euro zu landen, war dagegen keine Rede mehr. Die Abschreibungen kalkulieren die Briten auf rund 375 Millionen Euro.

(ID:50343800)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung