Audi-Rückrufe: Probleme mit Zusatzheizer und Kraftstoffleitung

Von Niko Ganzer Autor Name

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Auf die Audi-Werkstätten wartet neue Arbeit. Der Hersteller hat zwei Rückrufe gestartet: Im einen Fall können erhöhte Widerstände an Kontakten zu Schmorschäden führen. Ebenfalls nicht ganz ungefährlich klingt der andere Rückruf.

(Bild:   / CC0)
(Bild: / CC0)

Audi hat einen Rückruf wegen Zusatzheizern gestartet. Er ist allerdings deutlich kleiner als eine ähnliche Aktion vor einem Jahr. Ende 2017 mussten noch 330.000 Einheiten des A4, A5 und Q5 allein in deutsche Vertragswerkstätten. Nun dreht sich ein neuer Rückruf aufgrund möglicherweise erhöhter Übergangswiderstände am Anschlussstecker des Zusatzheizelements um etwa 10.000 Exemplare des A6 und A7 Sportback aus dem Fertigungszeitraum Juli bis Oktober 2014. „In diesen Fällen kann eine thermische Überlastung mit einem nachfolgenden Schmorschaden bis hin zum Brand entstehen“, sagte ein Audi-Sprecher auf Anfrage.

Auslöser des Rückrufs ist eine unvollständige Verrastung der elektrischen Steckverbindung am elektrischen Zusatzheizelement im Montageprozess. Die Vertragswerkstatt überprüft daher die Verbindung. „Abhängig vom Prüfergebnis wird an einigen wenigen Fahrzeugen das Zusatzheizelement sowie der verkabelungsseitige Stecker erneuert“, kündigte der Sprecher an.

Das Fahrzeug könne bis zur Durchführung weiter genutzt werden. „Sollte jedoch ein Schmorgeruch im Fahrzeuginnenraum wahrgenommen werden, sollte das Fahrzeug schnellstmöglich abgestellt und eine Werkstatt informiert werden“, lautet die ebenfalls aus 2017 bekannte Handlungsempfehlung aus Ingolstadt. Es lägen einige wenige Kundenbeanstandungen zu dem Problem vor, hieß es. Personenschäden sind dem Hersteller aber keine bekannt.

Der zweite neue Audi-Rückruf ist der größere. Trotz vieler betroffener Baureihen und Baujahre ist aber auch er vergleichsweise klein. In Deutschland müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 5.318 Exemplare des A4/S4, A5/S5, A6, A7, A8 und Q7 wegen Undichtigkeiten einer oder beider Kraftstoffverteilerleitungen in die Werkstatt. Die Mitarbeiter tauschen sie aus. Weltweit gilt dies für 21.278 Fahrzeuge der Baujahre 2013 bis 2018. Der Aktionscode lautet „24DP“.

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