Aufwändiger Rückruf für 1.6-Ecoboost-Motor von Ford
Auf die Ford-Vertragsbetriebe kommt zu Jahresbeginn eine Menge Arbeit zu. In 56.000 Fahrzeugen müssen sie einen Sensor für den Kühlmittelstand nachrüsten, was bis zu 4,6 Stunden dauern kann.

Ford ruft in Deutschland rund 56.000 Fahrzeuge der Modellreihen C-Max, Fiesta ST, Focus, Kuga und Transit Connect mit dem 1,6-Liter Ecoboost-Benzinmotor zurück. Der Grund ist ein Problem mit der Überwachung des Kühlmittelstands. Werde der Motor mit zu wenig Kühlmittel betrieben, könnten in Folge der Überhitzung der Zylinderkopf reißen, begründete ein Sprecher der Ford-Werke GmbH die Aktion. Bei einem Austritt von Öl auf eine heiße Oberfläche bestehe eine potenzielle Brandgefahr.
Erst nach diesem Rückruf wird der Fahrer hör- und sichtbar gewarnt, falls der Kühlmittelstand unter den erforderlichen Pegel fällt. Der Ford-Vertragshändler ergänzt das Kühlsystem um einen Kühlmittelstands-Sensor. Ein Software-Update sorgt zudem dafür, dass bei einer Weiterfahrt trotz Warnhinweis die Motorleistung automatisch gedrosselt wird.
Die Arbeitszeit für die Aktion „17S09“ ist je nach Baureihe mit 4,3 bis 4,6 Stunden veranschlagt. Muss lediglich der Kühlmittelstands-Sensor eingebaut werden, ohne dass ein Austausch des Thermostats erforderlich ist, beträgt die veranschlagte Arbeitszeit den Angaben zufolge 2,7 Stunden. Der betroffene 1,6-Liter-Motor ist seit Ende 2014 nicht mehr im Programm. „Dieses Aggregat wurde im Zuge des weiteren Downsizings durch Ecoboost-Motoren mit kleineren Hubräumen ersetzt“, sagte der Ford-Sprecher.
Die genauen Bauzeiträume für diesen Rückruf lauten wie folgt:
- Fiesta ST (Werk Köln): 19. September 2012 bis 16. Dezember 2014
- Focus (Werk Saarlouis): 23. Juli 2010 bis 21. September 2014
- C-MAX (Werk Saarlouis): 2. Juni 2010 bis 22. Dezember 2014
- Kuga (Werk Valencia): 8. Mai 2012 bis 21. November 2014
- Transit Connect (Werk Valencia): 10. Juni 2013 bis 20. Dezember 2014
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