Aiways Auto fürs Prinzenpaar ist „Bekenntnis zum Standort München“

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Neuwagenvertrieb von Aiways ist in Deutschland quasi zum Erliegen gekommen. Die Chinesen nehmen es mit Humor und investieren in kulturelle Institutionen in München.

Mit Helau in das Jahr 2024: Aiways stellt den Dienstwagen des Münchener Prinzenpaars Frederik I. und Katharina I.(Bild:  Aiways)
Mit Helau in das Jahr 2024: Aiways stellt den Dienstwagen des Münchener Prinzenpaars Frederik I. und Katharina I.
(Bild: Aiways)

Der chinesische Importeur Aiways verkauft zwar keine Autos in Deutschland, mischt aber kräftig mit im gesellschaftlichen Leben Münchens, wo das Unternehmen seinen europäischen Hauptsitz hat. Neuester Erfolg des Autobauers, der aktuell das Elektro-SUV U5 und das SUV-Coupé U6 im Angebot hat, ist die Ausstattung des Münchener Prinzenpaares mit einem „Dienstwagen“.

In einer Mitteilung von Aiways vom Donnerstag heißt es, man unterstütze das offizielle Faschingsprinzenpaar der Stadt München, Frederik I. und Katharina I. von der Faschingsgesellschaft Narrhalla, mit einem speziell gestalteten Aiways-U5-SUV. Das Auto würden die Tollitäten in den kommenden Wochen noch für Fahrten zu gut 200 Veranstaltungen nutzen.

Aiways sieht in der Partnerschaft mit der Narrhalla ein Zeichen für das „Bekenntnis zum Standort München und dessen kulturellem Erbe“.(Bild:  Aiways)
Aiways sieht in der Partnerschaft mit der Narrhalla ein Zeichen für das „Bekenntnis zum Standort München und dessen kulturellem Erbe“.
(Bild: Aiways)

Mit dem Faschingseinsatz setzt Aiways nach eigener Darstellung sein kulturelles Engagement fort, das sich zuletzt etwa durch einen Wiesn-Wagen zum Oktoberfest gezeigt hatte. Mehr noch: Für Alexander Klose, Executive Vice President Operations bei Aiways, sind diese Maßnahmen „ein Bekenntnis von Aiways zum Standort München“. Zuvor hatte der Importeur zudem Kooperationen mit der Munich EU Business School und der Hochschule Fresenius gestartet.

Aiways U6: Sportliches SUV-Coupé
Bildergalerie mit 12 Bildern

Fraglich ist derzeit beim Blick auf die Zulassungszahlen der Nutzen dieser Aktivitäten, die Aiways in ähnlicher Form bereits in den Vorjahren gestartet hatte. Dazu zählt auch die Teilnahme am Cannonball-Rennen für Elektrofahrzeuge. Denn mit 50 Neuzulassungen im Jahr 2023 ist Aiways weit davon entfernt, ein Erfolgsmodell zu werden.

Zuletzt stand mehr das Überleben des Unternehmens infrage. Der Hauptgesellschaft in China war das Geld ausgegangen, in Deutschland war die Vertriebspartnerschaft mit Euronics im Juli geplatzt. Seither heißt es auf der Website von Aiways: „Der stationäre Deutschland Vertrieb von Aiways wird gerade neu verhandelt.“ Passiert ist seither nichts.

Alexander Klose, der seit fünf Jahren die Geschicke der Marke in Europa lenkt, lässt sich davon scheinbar nicht aus der Ruhe bringen. Man habe für 2024 bereits einige wichtige Weichen stellen können, was den Markenaufbau, die Sicherung der Servicequalität und den Start weiterer Produkte angeht, lässt er verlautbaren. Konkret wird er nicht. Aber: „München ist deshalb weit mehr als nur die Europa-Zentrale, sondern das Hub für sämtliche Aktivitäten der Marke außerhalb Chinas. Eine enge Verbundenheit zur Stadt ist für uns deshalb in vielen Facetten wichtig.“ Insofern ist das Sponsoring des Prinzenpaares auch wieder konsequent.

(ID:49878156)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung