Skoda Globaler Absatz steigt deutlich – Einbruch in China

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Nach einem Tiefpunkt der Auslieferungen im Vorjahr läuft es für Skoda weltweit wieder besser. Die Absatzzahlen steigen – allerdings nicht überall. Anklang findet das Fabrikat in ganz alten sowie sehr neuen Märkten.

Skoda kommt international wieder voran, der Absatz steigt. Zuletzt legte vor allem Europa zu.(Bild:  Grimm/»kfz-betrieb«)
Skoda kommt international wieder voran, der Absatz steigt. Zuletzt legte vor allem Europa zu.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Skoda kämpft sich schrittweise aus dem Tal der Tränen – nach Chipkrise, den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und diversen zulieferbedingten Ausfällen in der Produktion. Vier Jahre mussten die Tschechen global rückläufige Auslieferungszahlen hinnehmen. Nun hat sich der Trend anscheinend gedreht: Von Januar bis September 2023 kletterte der weltweite Absatz um 17,9 Prozent auf 642.000 Einheiten.

Besonders hohe Wachstumsraten verzeichnet Skoda im laufenden Jahr in der Heimatregion Zentraleuropa: Dort wurden bislang 136.400 Neufahrzeuge ausgeliefert (+28,4 %). Die größte Vertriebsregion bleibt Westeuropa mit 355.100 Verkäufen (+26,3 %). Zu dieser Region zählt Deutschland, mit knapp 112.000 Einheiten derzeit der größte Einzelmarkt des Herstellers. Dagegen ging es im Markt Osteuropa, der vom Ukraine-Krieg und weiteren Unsicherheiten gezeichnet ist, bereits deutlich bergab (-13,7 % auf 34.400 Einheiten).

Auch in den angestammten asiatischen Vertriebsregionen lief es nicht gut. In China, einst der größte Einzelmarkt für Skoda, spielt das Fabrikat fast keine Rolle mehr (18.100 Einheiten/-50,1 %). Auch in Indien, das bislang als Hoffnungsmarkt für Skoda galt, für den man etwa mit dem Slava und Kushaq spezielle Modelle produzierte, ging es um 7,1 Prozent bergab (35.600 Einheiten).

Gleichwohl schreite die Internationalisierung voran, heißt es vom Hersteller. Tatsächlich sind die Auslieferungen „im Rest der Welt“ um 46,7 Prozent auf 62.600 Fahrzeuge deutlich gestiegen. Bedeutende Märkte sind vor allem die Türkei und Israel. Im September startete zudem der Vertrieb in Vietnam, der für Skoda perspektivisch das Tor zu Südostasien aufstoßen soll. Skoda sieht in Vietnam ein Absatzpotenzial von „perspektivisch mehr als 40.000 Einheiten nach 2030“.

„Die solide Entwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 ist das Ergebnis der engagierten und konsequenten Arbeit unseres gesamten Teams bei Skoda, einschließlich unserer Händler“, wird Skoda-Chef Klaus Zellmer in einer Mitteilung zitiert. Und Vertriebsvorstand Martin Jahn weist darauf hin, dass nicht zuletzt die elektrischen Enyaq-Modelle für den Aufschwung gesorgt haben (54.400 Einheiten/+47,6 %). Auch Octavia und Karoq verkauften sich deutlich besser als im Vorjahreszeitraum.

Die steigenden Absatzzahlen spiegeln sich im wirtschaftlichen Ergebnis wider. Die Umsatzrendite blieb mit 6,4 Prozent stabil – trotz der endgültigen Einstellung des Russlandgeschäfts. Das operative Ergebnis stieg in diesem Zeitraum auf 1,26 Milliarden Euro (+47,2 %). Zuletzt war jedoch die Lieferkette bei einem slowenischen Zulieferer unterbrochen, wodurch sich im weiteren Jahresverlauf die guten Zahlen wieder eintrüben könnten.

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