Auto-Staiger ist auf Wachstum gepolt

Autor / Redakteur: Isabella Finsterwalder / Joachim von Maltzan

Große gemeinsame Tradition: Auto-Staiger und Opel. Der partnerschaftlichen Umgang mit dem Hersteller ist für Auto-Staiger von großer Bedeutung.

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Unter der drastischen Verunsicherung der Autokäufer in den vergangenen beiden Jahren hatte auch das Traditionsautohaus Auto-Staiger mit Stammsitz in Stuttgart zu leiden: Die Mehrwertsteuer-Erhöhung sowie die permanenten CO2-Diskussionen und damit die deutliche Kaufzurückhaltung der Privatkunden hinterließen ihre Spuren.

„Die Politik hat uns das Autogeschäft verhagelt“, bringt es Dr. Paul Schäfer anlässlich des 110-jährigen Firmenjubiläums auf den Punkt. So mussten von den 20 Auto-Staiger-Standorten drei Betriebe zum 1. April geschlossen werden. Damit umfasst die Gruppe in Deutschland heute noch 17 Vollfunktionsbetriebe. Schäfer ist jedoch optimistisch, dass es nach einer Phase der Konsolidierung wieder aufwärtsgehen wird. So peilt der Geschäftsführer in diesem Jahr wieder 6 000 Neuwagen- und 5 000 Gebrauchtwagenverkäufe an. Im Jahr 2007 verkaufte das Unternehmen 5 600 Neu- und 4 800 Gebrauchtwagen. Um dies zu erreichen, hat Schäfer im Jubiläumsjahr 2008 für die Gruppe ein Werbebudget in Höhe von 1,5 Millionen Euro eingeplant.

Langfristig möchte der Geschäftsführer wieder Absatzzahlen wie Ende der sechziger Jahre erreichen: Damals verkaufte die Gruppe 17 000 Neufahrzeuge. Besonders im Geschäft mit gewerblichen Kunden will die Autohausgruppe wieder zulegen und hier vor allem im Bereich der Flotten zwischen 25 und 499 Fahrzeugen.

Mit Tradition: Seit 108 Jahren Opel-Partner

Mit Blick auf das künftige Markenportfolio betonte Schäfer, dass Auto-Staiger hauptsächlich durch den Marktanteilsrückgang von Opel im Privatgeschäft harte Zeiten hinter sich habe. „Wir werden jedoch in der GM-Familie bleiben, denn dieser Markenverbund bringt riesige Vorteile mit sich“, so der Geschäftsführer.

Der Radrennfahrer Paul Staiger gründete vor 110 Jahren den heute größten Opelhändler Baden Württembergs als „Fahrrad-Detailgeschäft“. Im Jahr 1900 kam die Opel-Generalvertretung hinzu. Seit 1924 ist Staiger zudem Partner für die US-Marke Chevrolet. Einen Ausflug in das Geschäft mit den Japanern unternahm die Gruppe zwischen 2003 und 2007. Allerdings stellte sich bald heraus, dass sich die Verkaufs- und Gewinnplanungen mit Honda nicht realisieren ließen. Daher entschied sich Schäfer für die inzwischen zur Marke Chevrolet gehörenden Ex-Daewoo-Modelle und Saab, die seit 2005 das Portfolio des Stuttgarter Autohauses ergänzen.

Für das Jubiläumsjahr hat Opel eine Sonderedition des Opel Corsa für Auto-Staiger bereitgestellt. So gibt es das Modell Opel Corsa History110 mit dem Fahrradträgersystem Flex-Fix. Zudem bietet Auto Staiger „Auto-Staiger-friendly-Modelle“ an, die als junge Gebrauchte mit einer Autogasanlage ausgestattet sind oder ausgestattet werden können.

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