Auto Staiger: Schlank durch die Krise

Autor / Redakteur: Isabella Finsterwalder / Jens Rehberg

Geschäftsführer Paul Schäfer entschloss sich bereits 2007, bei Auto Staiger mit Sitz in Stuttgart drei weitere Filialen zu schließen und auf ein Niederlassungsnetz von insgesamt 17 Betrieben zu reduzieren.

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Der Traditionshändler Auto Staiger bleibt auch 2009 auf Kurs. Der Grund: Geschäftsführer Paul Schäfer ist Realist. Er kennt die Branche wie seine Westentasche. Angesichts des schwächer werdenden Fahrzeugmarktes war daher für den Chef der Stuttgarter Autohandelsgruppe bereits 2007 klar, dass er sein Unternehmen verschlanken musste. „Entgegen allen Prognosen, die davon ausgingen, dass sich das Fahrzeuggeschäft 2008 deutlich besser entwickeln würde als 2007, ging es weiter stark zurück“, erinnert sich Schäfer. Daher entschloss er sich bereits 2007, drei weitere Filialen zu schließen und auf 17 zu reduzieren.

In der zweiten Jahreshälfte 2008 verschärften die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise die Situation für den Automobilhandel. Allerdings zeigte sich bald, dass die Staiger-Gruppe erneut auf das richtige Pferd gesetzt hatte. Paul Schäfer: „Seit April 2008 war Auto Staiger mit fünf Standorten weniger am Netz als noch zu Jahresbeginn.“ Nicht zuletzt dank dieser harten Einschnitte konnte 2008 das Vorjahresergebnis trotz der allgemein desolaten Situation um ganze 117 Prozent verbessert werden.

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Stark profitieren konnte Staiger auch von der Umweltprämie, die der Gruppe zwischen Januar und September 2009 ein Plus von 32 Prozent beim Neufahrzeugsauftragseingang brachte. Allerdings musste Staiger gleichzeitig einen Rückgang bei den Gebrauchtfahrzeugauslieferungen von 14,8 Prozent hinnehmen. Dem Gesamtergebnis konnte das jedoch nichts anhaben. So konnte die Staiger-Gruppe 2009 um weitere 128 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. „Dank unserer konsequenten Konsolidierungsmaßnahmen liegen wir bei sämtlichen Branchenkennzahlen – sei es Werkstattauslastung, sei es Umsatz pro Mitarbeiter – deutlich über dem Durchschnitt der Autohändler in Deutschland. Darauf sind wir stolz!“, bringt es Paul Schäfer auf den Punkt.

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Ein Dorn im Auge ist dem profunden Kenner der Szene allerdings die immer noch unsichere Opel-Situation. Schäfer: „Für das derzeit erreichbare Potenzial unserer Volumenmarke Opel haben wir immer noch zu viele Standorte.“ Der Staiger-Geschäftsführer will die Entwicklung weiter kritisch beobachten und gegebenenfalls erneut anpassen.

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