Auto-Vorbeck ergänzt die Kernkompetenz mit starken Partnern

Redakteur: Norbert Rubbel

Die Events von Auto-Vorbeck sorgen für viel Aufmerksamkeit. Mit seinem Ideenreichtum, aber auch der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern erzielte Inhaber Stefan Vorbeck den dritten Platz beim Deutschen Werkstattpreis.

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Auto-Vorbeck in Wentorf bei Hamburg belegte beim Deutschen Werkstatpreis 2016 den dritten Platz.
Auto-Vorbeck in Wentorf bei Hamburg belegte beim Deutschen Werkstatpreis 2016 den dritten Platz.
(Bild: Rubbel)

Stefan Vorbeck ist ein Tausendsassa. Er ist ideenreich, konzipiert permanent neue Serviceaktionen und ist immer für Überraschungen gut. Der Inhaber der gleichnamigen freien Werkstatt in Wentorf bei Hamburg hat ein Netzwerk mit Händlern und Dienstleistern aufgebaut, um seinen Kunden alle Serviceleistungen rund ums Auto anbieten zu können.

So stehen beispielsweise rund 300 Gebraucht- und Jahreswagen zum Verkauf auf seinem Grundstück. Die gehören ihm nicht; sie besitzen aber eine magische Anziehungskraft. So kann es schon einmal vorkommen, dass die Kaufinteressenten von Gebrauchtwagen auch auf die Serviceangebote der freien Werkstatt aufmerksam werden und dort ihre nächste Wartung oder Reparatur in Auftrag geben.

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Stefan Vorbeck handelt nach der Devise, dass er nicht alles selbst machen muss: „Wenn man sich voll und ganz auf das Werkstattgeschäft konzentriert, braucht man für den Fahrzeughandel einen starken Partner.“ Und das ist in seinem Fall das Traditionsunternehmen Willy Tiedtke, Vertragshändler für VW, Audi und Skoda. Ziel des Joint Ventures mit dem Hamburger Autohaus ist es, neue Kunden zu gewinnen und die Marketingkosten zu senken. Die Verkäufer von Willy Tiedtke haben übrigens ihre Arbeitsplätze in den Geschäftsräumen des freien Kfz-Betriebs; dafür leistet der Automobilhändler einen Obolus.

Kooperatives Marketing

Eine ebenfalls sehr effektive Kooperation hat Stefan Vorbeck mit dem Leasing-Unternehmen Arval geschlossen. Für den Full-Service-Anbieter managt er das Flottengeschäft, liefert die Autos in Norddeutschland aus, reinigt die Rückläufer und montiert in der Räderwechselsaison die Pneus der Leasingfahrzeuge.

Nicht weniger lukrativ ist die Zusammenarbeit mit dem TÜV Nord und der Firma Küche & Co. Auch sie haben sich unter dem Dach des unabhängigen Kfz-Betriebs eingemietet und sind für Stefan Vorbeck wertvolle Frequenzbringer.

Die zweigeschossige Architektur am Südredder in Wentorf ist für eine freie Werkstatt eher ungewöhnlich. Sie wirkt mit ihren gradlinigen Fassaden wie ein modernes Verwaltungsgebäude. Große Fensterfronten lassen von außen den Blick auf fast alle Arbeitsplätze im Inneren zu. Das Autohaus ist offen und transparent gestaltet – vom Kundenzentrum über die Direktannahme und Werkstatt bis hin zum Räder- und Reifenlager. Das komplette Gebäude mit der TÜV-Station und dem Küchenstudio ist umfahrbar und bietet den Besuchern schier unbegrenzte Parkplatzmöglichkeiten. Zäune, die das Unternehmen vor Einbrüchen schützen könnten, gibt es nicht. „Die Kunden sollen die Außenanlage als öffentlichen Raum empfinden und nicht ausgegrenzt werden“, erklärt Stefan Vorbeck.

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Gut besuchte Aktionen

Gleiches gilt auch für die vielen Events, die der Inhaber regelmäßig veranstaltet. Bei Auto-Vorbeck „brennt die Bude“, würde der Hamburger sagen, wenn er am Wochenende den Trubel auf dem Firmengelände sieht. Denn da ist immer etwas los. Vorbecks Aktionen wie der Wentorfer Spenden- und Flohmarkt, die Oldtimertreffs, die Konzerte junger Musiker oder die Fitmobil-Workshops für ältere Verkehrsteilnehmer ziehen Hunderte Menschen an.

Beim Spenden- und Flohmarkt kooperiert Stefan Vorbeck mit Vereinen aus der Region. Die Vereine sammeln Sachspenden wie Bücher, Kleidung und Haushaltsartikel. Die Erlöse aus den Spendenverkäufen kommen beispielsweise der Jugendarbeit, der Flüchtlingshilfe oder Bücherprojekten für Kinder und Jugendliche zugute.

Während die kleinen Flohmarktgäste jede Menge Spaß auf der Hüpfburg haben und die leckeren Grillwürstchen genießen, können die großen Besucher in aller Ruhe die Top-Gebrauchtwagen begutachten und Probefahrttermine arrangieren. Das heißt, dass die Verkaufsberater von Willy Tiedtke bei den Events natürlich auch dabei sind. Sie stehen den Interessenten für alle Fragen zu den Exponaten auf dem Grundstück von Auto-Vorbeck zur Verfügung.

Und damit das kooperative Marketing von Stefan Vorbeck perfekt ist, darf auch Fachplaner Karsten Steindorf vom Küchenstudio nicht fehlen. Er berät meist die weiblichen Besucher und zeigt ihnen die Vorteile moderner Hightech-Küchen auf. Dass sich einige Gäste des Flohmarkts im Kundenzentrum des freien Kfz-Betriebs verirren und die günstigen Kompletträder-Angebote entdecken, ist selbstverständlich erlaubt.

Probefahrten mit E-Fahrzeugen

Liebevoll restaurierte Young- und Oldtimer auf zwei und vier Rädern gab es Mitte April dieses Jahres bei Auto-Vorbeck zu sehen. Die schönsten Raritäten wurden von den Sachverständigen des TÜV Nord prämiert. Auch die Besucher mit jüngeren Fahrzeugen kamen beim Oldtimertreff auf ihre Kosten. Sie hatten Gelegenheit, Elektrofahrzeuge bei einer Probefahrt zu testen und Fragen an die Werkstattexperten zu stellen. Wer wollte, konnte sich auch über die hochwertigen Einbauküchen beim Spezialisten nebenan oder über die neuen, digitalen Prüftechniken beim TÜV informieren.

Unzählige Oldtimer-Enthusiasten bestaunten bei strahlender Sonne die über 130 historischen Fahrzeuge. Wenn dann noch die Glinder Zeitung schreibt, dass „beim größten markenunabhängigen Servicedienstleister im Hamburger Osten traditionell die Oldtimersaison beginnt“, hat Stefan Vorbeck sein Ziel erreicht: Er hat mal wieder jede Menge Aufmerksamkeit auf seinen Betrieb gezogen. Dass sich der Aufwand für die PR- und Marketingaktionen lohnt, dokumentiert die hohe Anzahl seiner 3.200 Stammkunden. „Pro Monat kommen etwa 50 neue Kunden hinzu“, freut sich der Inhaber.

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