Autoabos: Das neue All-inclusive

Start-ups und Hersteller entwickeln fleißig digitale Abokonzepte – die Händler bleiben dabei vielfach außen vor. Für die Betriebe ist es höchste Zeit, das Mobilitätszepter selbst in die Hand zu nehmen. Das ist weder kompliziert noch teuer.

| Autor: Julia Mauritz

(Bild: © Yuriy Seleznyov - stock.adobe.com)

Nein, es gibt ihn nicht, den klassischen Nutzer, der auf einer Onlineplattform ein ein- bis zwölfmonatiges Autoabo abschließt, das mit Ausnahme des Kraftstoffs alle Mobilitätskosten abdeckt. Anders, als man erwarten könnte, ist es nicht der digitalaffine U-30-Jährige, für den eine Welt ohne Netflix-Abo genauso undenkbar ist wie der Besuch einer Gebrauchtwagenausstellung an einem Samstagnachmittag – zumindest nicht nur.

Das wird klar, wenn die Anbieter erzählen, wer ihr Mobilitätsangebot nutzt: Da ist ein Mann, der von seiner schwangeren Frau die Erlaubnis bekommen hat, für sechs Monate ein Ford Mustang Cabrio zu fahren. Da ist der Vater, der für seine Tochter ein Auto gebucht hat, damit diese während des Auslandssemesters in Deutschland mobil ist, und da ist der verzweifelte Mann, dessen Wagen wenige Tage vor seinem mehrwöchigen Urlaub den Geist aufgegeben hat. Eines eint sie: Sie möchten schnell, unkompliziert und flexibel mobil gemacht werden. Es ist unwahrscheinlich, dass einer von ihnen für ein Verkaufsgespräch in ein Autohaus gekommen wäre.

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