Insolvenz Autohaus Autolöwen in finanzieller Schieflage

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Für acht Betriebe im Nordosten Baden-Württembergs wird ein Geldgeber gesucht. Die „Autolöwen“ vertreten acht Stellantis-Fabrikate.

(Bild:  Gemini / KI-generiert)
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Die Autolöwen GmbH mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall hat Ende April beim Heilbronner Amtsgericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Autohaus mit acht Standorten in Schwäbisch Hall, Öhringen, Ludwigsburg, Crailsheim, Heilbronn und Aalen beschäftigt aktuell noch über 170 Mitarbeiter und Auszubildende. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Markus Schuster aus Stuttgart.

„Wir werden alles versuchen, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren, eine Sanierung zu ermöglichen und die Autohäuser zu erhalten“, wird der Anwalt in einer Erklärung der Kanzlei Schultze & Braun zitiert. „Schon im Vorfeld des Insolvenzantrags hat die Geschäftsführung des Autohauses mit Interessenten für einzelne Standorte konkrete Gespräche geführt.“ Diese Verhandlungen würden nun mit dem Ziel „einer Gesamtlösung“ fortgeführt.

Banken und der Herstellerpartner seien informiert. „Die Rückmeldungen, die wir bislang erhalten haben, stimmen uns mit dem Blick auf den Erhalt der Standorte und möglichst vieler Arbeitsplätze zuversichtlich“, heißt es weiter.

Hauptgrund für die wirtschaftliche Schieflage des Kfz-Unternehmens sei die angespannte Branchenkonjunktur – insbesondere eine starke Kaufzurückhaltung sowohl bei Firmen- als auch bei Privatkunden und infolgedessen unter hohem Druck stehende Preise. „Das politische Hin und Her“ bei der Elektro-Förderung habe zu zusätzlicher Verunsicherung bei den Kunden geführt und den Verkauf neuer und gebrauchter E-Fahrzeuge noch schwerer gemacht. Zudem hätten zu hohe Restwerte von Leasingrückläufern dem Unternehmen zu schaffen gemacht, genauso wie gestiegene Kosten für Personal, Energie und Kraftstoffe.

Die Autolöwen GmbH vermarktet Neu‑ und Gebrauchtfahrzeuge der Marken Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Abarth, Fiat Professional, Jeep, Alfa Romeo und Leapmotor. Laut Schultze & Braun lag der Jahresumsatz des Unternehmens zuletzt „im mittleren zweistelligen Millionenbereich“. Die derzeitige Geschäftsleitung übernahm 2018 den Stammbetrieb des Autohauses (Peugeot) mit 14 Mitarbeitern und trieb anschließend die Expansion voran.

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