Dritter Anlauf Wie Omoda und Jaecoo im deutschen Handel Fuß fassen

Von Frank Dietz 5 min Lesedauer

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Der chinesische Hersteller Chery ist mit zwei seiner Marken im deutschen Handel angekommen. Drei Händler berichten, wie sie den Markteintritt erlebt haben und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Zahlreiche Interessenten schauten sich nicht nur die Modelle der neuen Doppelmarke bei Levy in Köln an, sondern waren auch durchaus neugierig, wie sich der humanoide Roboter im Händlerbetrieb verhält. In diesem Fall wurde die Maschine von einem speziellen Betreuer begleitet, da die Showroom-Aufgabe tatsächlich ein neues Aktionsfeld darstellt.(Bild:  Levy-Gruppe)
Zahlreiche Interessenten schauten sich nicht nur die Modelle der neuen Doppelmarke bei Levy in Köln an, sondern waren auch durchaus neugierig, wie sich der humanoide Roboter im Händlerbetrieb verhält. In diesem Fall wurde die Maschine von einem speziellen Betreuer begleitet, da die Showroom-Aufgabe tatsächlich ein neues Aktionsfeld darstellt.
(Bild: Levy-Gruppe)

Ob aller guten Dinge tatsächlich drei sind, das soll anlässlich der Einführung der Chery-Marken Omoda und Jaecoo im Handel geklärt werden. Denn bereits zweimal hatte Chery, Export-Meister der chinesischen Automobilindustrie, seit 2024 den Marktstart seiner für Europa entwickelten Marken Omoda und Jaecoo verschoben. Dabei ist Chery international ein äußerst erfolgreich operierendes Unternehmen: 1997 gegründet, verkaufte die Chery-Gruppe 2025 bereits 2,8 Millionen Fahrzeuge. In Europa gehören Spanien, Italien, Polen und das Vereinigte Königreich zu den erfolgreich gestarteten Märkten. In England beispielsweise erreichten beide Marken im ersten Jahr nach Marktstart bereits einen Marktanteil von 2,4 Prozent; Der Jaecoo 7 war sowohl im Januar als auch im März diesen Jahres das meistverkaufte Fahrzeug auf der Insel.

Kurz nach Ende der Münchner IAA im September 2025 sollte es nun endlich auch hierzulande losgehen. Chery lud Händlerkandidaten und Medienvertreter ein und kündigte den Start der ersten Vertriebspartner noch vor Jahresfrist an, was in einem Fall – dem Autohaus Tönjes in Zetel, Niedersachsen – auch geschah. Mit dem Rollout ließ man sich aus guten Gründen dann doch etwas mehr Zeit. Denn das Jahresende ist erfahrungsgemäß kein guter Startpunkt für eine neue Marke im Handel. Seit Ende Mai aber legen zahlreiche Händler hierzulande los. Drei Beispiele haben wir für dieses Stimmungsbild des Handels zu Vorbereitung und Einführung der beiden Marken im Handel hier zusammengestellt.