Remanufactoring für Nutzfahrzeuge Zweites Leben, erste Wahl?

Von Klaus Kuss 6 min Lesedauer

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Angesichts des in der Transportbranche immer schärfer blasenden Windes findet „Remanufacturing“ – das Aufarbeiten gebrauchter Komponenten – zunehmend Gehör, wenn es darum geht, zeitwertgerecht zu reparieren und dabei an der TCO-Schraube zu drehen.

Je älter ein Lkw oder Trailer ist, desto eher stellt sich die Frage, ob sich eine Reparatur mit Original-Ersatzteilen noch lohnt. Reman-Teile können eine preiswerte und dennoch hochwertige Alternative sein.(Bild:  Knorr-Bremse)
Je älter ein Lkw oder Trailer ist, desto eher stellt sich die Frage, ob sich eine Reparatur mit Original-Ersatzteilen noch lohnt. Reman-Teile können eine preiswerte und dennoch hochwertige Alternative sein.
(Bild: Knorr-Bremse)

Die Ausgangssituation ist klar: der im täglichen Lieferdienst würdevoll ergraute Trailer muss noch etwas laufen. Für eine Neuanschaffung fehlt angesichts der angespannten Lage im Transportgewerbe die Motivation. Doch eine Instandsetzung mit Neuteilen, selbst wenn diese nicht aus dem Ersatzteilregal des Herstellers, sondern von namhaften Zulieferern stammen, scheint auch mit spitzem Stift gerechnet nicht wirtschaftlich. Da es viele der benötigten Komponenten auch als „Reman-Teile“, also von professionellen Aufbereitern fachgerecht und qualitativ aufgearbeitet und zu deutlich günstigeren Preisen gibt, stimmt der Fuhrparkmanager der Runderneuerung des Aufliegers zu.

Zunehmend Alternativen gefragt

Je älter ein Lkw oder Trailer ist, oder wenn schon viele Kilometer auf der Uhr stehen, stellen sich Fuhrparkverantwortliche immer öfter die Frage, ob sich eine Reparatur in Zeiten zunehmend angespannter wirtschaftlicher Randbedingungen überhaupt noch lohnt. Neben den Arbeitskosten stehen dabei vor allem die Ersatzteilpreise auf dem Prüfstand. Bis zu einem bestimmten Alter oder Laufleistung erleichtert sicherlich der Preisvergleich zwischen Originalersatzteilen des Fahrzeugherstellers und den Produkten eines OE-Zulieferers, der möglicherweise sogar das „Originalersatzteil“ hergestellt hat, die Entscheidung, die Reparatur in der betriebseigenen Speditionswerkstatt auszuführen respektive an eine gewerbliche Werkstatt zu vergeben.