Europa-Absatz Autoverkäufe wachsen im September schwächer

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Das Wachstum der letzten Monate konnte europaweit im September nicht gehalten werden. Mit Ausnahme von Deutschland wurden aber erneut mehr batterieelektrische Fahrzeuge zugelassen.

Im September konnten die Wachstumszahlen beim Autoabsatz der Vormonate EU-weit nicht gehalten werden.(Bild:  sp-x)
Im September konnten die Wachstumszahlen beim Autoabsatz der Vormonate EU-weit nicht gehalten werden.
(Bild: sp-x)

Der Autoabsatz in Europa ist im September nicht so stark gewachsen wie in den Vormonaten. Insgesamt wurden in der EU, der Efta und in Großbritannien 1.166.728 Pkw neu zugelassen und damit 11,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der europäische Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte.

Während die Nachfrage in Deutschland leicht zurückgegangen ist, legten die anderen großen Märkte in Europa teils stark zu. Vorne im Ranking liegt Italien (+22,7 %), dicht gefolgt von Großbritannien (+21,0 %). Mit einigen Abstand folgt Frankreich (+10,7 %), während Spanien schwach abschneidet (+2,3 %). „Das Marktwachstum in der EU hält an, und auch der deutsche Markt wird im weiteren Jahresverlauf wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren“, erwartet Constantin M. Gall, Leiter Mobility bei der Unternehmensberatung EY für die Region Europe West.

„Für das Gesamtjahr 2023 rechnet er mit einem Plus von gut 16 Prozent – damit läge der Absatz aber immer noch rund ein Sechstel unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Auf das kommende Jahr blickt er jedoch wenig optimistisch, da nach und nach der Auftragsbestand aus den Zeiten des Chipmangels abgearbeitet ist. „Dann gewinnen andere Faktoren wie die konjunkturelle Lage an Bedeutung“, so Gall. Das sind die aktuelle Wirtschaftslage, die gesunkene Kaufkraft bei deutlich gestiegenen Neuwagenpreisen, das hohe Zinsniveaus und die erheblichen geopolitischen Spannungen.

Im September 2022 hatten die Verkäufe nach mehr als einem Jahr der Rückgänge erst zum zweiten Mal zugelegt, so dass die Vergleichsbasis diesmal höher war als zuvor. In den ersten neun Monaten des Jahres fiel das Wachstum wegen der niedrigen Ausgangsbasis noch deutlicher aus. Seit Januar kamen laut Acea gut 9,68 Millionen Autos auf die Straßen, eine Steigerung um 17 Prozent.

Im September wurden zum dritten Mal überhaupt mehr batterieelektrische Autos zugelassen als Dieselfahrzeuge. Der Anteil der Stromer lag bei 14,8 Prozent. In Deutschland ging ihr Absatz im Jahresvergleich jedoch um 28,6 Prozent zurück. Die staatliche Förderung von E-Autos war hierzulande jüngst gekürzt worden.

Gall betont: „Das Auf-und-Ab der Elektro-Neuzulassungen in Deutschland zeigt, wie stark staatliche Fördermaßnahmen den Markt beeinflussen. Es gilt: Wo viel gefördert wird, wird auch viel gekauft. Gerade im unteren und mittleren Preissegment fällt die Förderung prozentual stark ins Gewicht - und wenn Fördermaßnahmen auslaufen, bricht das Wachstum ein.“

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