Pkw-Neuzulassungen Oktober zieht Neuwagenmarkt leicht ins Plus

Von Yvonne Simon 3 min Lesedauer

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Zum vierten Mal in Folge steigen die monatlichen Neuzulassungen gegenüber Vorjahr. Mittlerweile liegt der Markt im Gesamtjahr leicht im Plus. Eine wirkliche Trendwende ist dennoch nicht in Sicht.

Im Oktober wurden mehr Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat.(Bild:  Schreiner – VCG)
Im Oktober wurden mehr Pkw zugelassen als im Vorjahresmonat.
(Bild: Schreiner – VCG)

Der Neuwagenmarkt ist im vergangenen Monat gewachsen: 250.133 Pkw wurden im Oktober 2025 neu zugelassen, 7,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit sind die Zulassungen den vierten Monat in Folge gestiegen und drehen die Gesamtjahresbilanz ins Positive. Zumindest leicht: Nach zehn Monaten kamen 0,5 Prozent mehr Pkw neu auf die Straßen als im Vergleichszeitraum.

Trotzdem bleibt der Pkw-Markt auf einem insgesamt niedrigen Niveau. ZDK Präsident Thomas Peckruhn sieht daher kein Zeichen der Entwarnung: „Zwei Monate vor Jahresende liegt der Markt noch deutlich unter Normalniveau“.

Der Absatz liegt im Jahresverlauf um 22 Prozent unter dem Niveau von 2019. Auch die Analysten der Unternehmensberatung EY weisen vor dem Hintergrund auf eine anhaltende Marktschwäche hin. „Das ist keine positive Trendwende“, sagt Constantin M. Gall, der bei EY global den Bereich Mobilität leitet. „Die Lage auf dem Neuwagenmarkt bleibt sehr schwierig. Die Kauflaune der Konsumenten hält sich in Grenzen, auch Unternehmen halten sich mit Investitionsentscheidungen zurück“, so Gall. Das hänge vor allem mit der Wirtschaftslage in Deutschland zusammen. Der erhoffte Aufschwung bleibe bislang aus, hinzu kommen zunehmend Arbeitsplatzsorgen. Für das Gesamtjahr erwartet Gall daher einen Absatz leicht über dem Niveau des Vorjahrs.

Anders sieht es bei Elektroautos aus. Der Absatz von Stromern ist deutlich höher als 2024 – im letzten Jahr war die Nachfrage nach E-Autos allerdings extrem schwach. Der EY-Experte erwartet ein Abschneiden ungefähr auf dem Niveau von 2023. „Die Neuzulassungen von Elektroautos steigen zwar, es bleibt aber dabei, dass das Absatzniveau deutlich unter den ursprünglichen Prognosen liegt“, sagt Gall.

Ein genauer Blick auf die Oktober-Zahlen: 52.425 Neuwagen waren rein batterielektrisch angetrieben, was einem Marktanteil von 21 Prozent und einem Wachstum von 47,7 Prozent gegenüber Vorjahr entspricht. Plug-in-Hybride verbuchten mit 30.946 Einheiten einen Zuwachs von 60 Prozent.

E-Mobilität: Verbände fordern Anreize

Der ZDK weist darauf hin, dass Informationen des Verbands zufolge an den letzten Kalendertagen des Oktober überproportional viele Fahrzeuge zugelassen wurden. Dies deute darauf hin, dass Hersteller zum Erreichen ihrer CO2-Flottenziele verstärkt auf Kurzzeitzulassungen setzen, schreibt der ZDK in seiner Pressemitteilung.

Der Verband fordert von der Bundesregierung, Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität schnell in die Praxis umzusetzen. Dasselbe gelte für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. „Der Handlungsbedarf beim Ausbau der Ladeinfrastruktur ist längst bekannt – jetzt braucht es klare Entscheidungen und den festen politischen Willen zur Tat“, so Peckruhn.

Auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) fordert in seiner Reaktion auf die Zulassungszahlen Anreize für den Kauf von Elektroautos, vor allem günstigen Ladestrom.

Unter den Marken konnten chinesische Fabrikate stark zulegen: Bei BYD stiegen die Zulassungen im Oktober um 866,3 Prozent, MG verbuchte 94,7 Prozent Plus. Unter den deutschen Herstellern kommen die größten Gewinner aus München: Bei BMW kletterte der Absatz um 24,3 Prozent, bei der Schwestermarke Mini gar um 30,2 Prozent.

Schlecht lief es zuletzt bei Mitsubishi: Mit einem Minus von 56 Prozent rutschte der Marktanteil im Oktober auf 0,4 Prozent ab. Auch bei Tesla führt ein Minus von 53,5 Prozent zu einem Oktober-Marktanteil von nur noch 0,3 Prozent. Ein schwieriger Monat liegt auch hinter Peugeot. Die Zulassungen ließen fast um ein Drittel nach (-31,3 %).

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