Preisverleihung Die KS Energie- und Umweltpreise gehen an Bosch und Knorr-Bremse

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

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Für die 41. Ausgabe seines Energie- und Umweltpreises hat der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) die Vergabekriterien geändert und zwei Preise ausgelobt. Fahrzeugtechnik und Mobilitätssysteme lauten die Kategorien, Knorr-Bremse bzw. Bosch sind die Preisträger.

Gewinner, Spendenempfänger und Vertreter des Autoclubs: (v. l.) Veronika Hofstätter (Dein München), Andreas Wimmer (Knorr-Bremse), Mara Bertling (Dein München), Prof. Dr. Dieter Anselm (Sprecher der Jury), Dr. Julia Kinigadner (Festrednerin, TU München), Ole Eilers (Präsident KS), Dr. Ulrich Schiefer (Jury), Dr. Rolf Nicodemus (Bosch), Dr.-Ing. Max Hoßfeld (Universität Stuttgart)(Bild:  Automobilclub KS)
Gewinner, Spendenempfänger und Vertreter des Autoclubs: (v. l.) Veronika Hofstätter (Dein München), Andreas Wimmer (Knorr-Bremse), Mara Bertling (Dein München), Prof. Dr. Dieter Anselm (Sprecher der Jury), Dr. Julia Kinigadner (Festrednerin, TU München), Ole Eilers (Präsident KS), Dr. Ulrich Schiefer (Jury), Dr. Rolf Nicodemus (Bosch), Dr.-Ing. Max Hoßfeld (Universität Stuttgart)
(Bild: Automobilclub KS)

Erstmals in der nunmehr 41-jährigen Geschichte des KS Energie- und Umweltpreises wurden kürzlich gleich zwei Preise vergeben: ein Preis in der Kategorie Fahrzeugtechnik und ein Preis in der Kategorie Mobilitätssysteme. „Damit verdeutlicht Deutschlands drittgrößter Automobilclub zum einen die große Bedeutung beider Bereiche für eine umfassende Herangehensweise an die Mobilitätswende. Zum anderen würdigt er damit explizit jeden Akteur in seinem Einsatzgebiet für sein Engagement in puncto Nachhaltigkeit und Klimaschutz“, begründet der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) die Änderung der Vergabekriterien.

In der Kategorie Fahrzeugtechnik wurde der Zulieferer Knorr-Bremse für die Entwicklung eines Bauteils ausgezeichnet, bei dem sich jeder technisch gebildete Betrachter fragt: Warum kam nicht schon früher jemand darauf? Seine sperrige Bezeichnung lautet Restschleifmomentreduzierungssystem. Wobei die Bezeichnung „System“ übertrieben erscheint, denn es handelt sich um eine Spreizkralle. Über den Bremsbelägen der Scheibenbremse positioniert, drücken die Krallenenden die Bremsbeläge von der Scheibe weg, sobald das Hydrauliksystem nach einer Bremsung wieder drucklos ist (siehe Bild). Ohne Restschleifmomentreduzierungssystem erledigen das die Dichtlippen der Kolben der Radbremszylinder und die gewollte Taumelbewegung der Bremsscheibe. Dass das neue Bauteil hierbei effizienter agiert, verdeutlicht die Kraftstoffeinsparung von bis zu einem Prozent, die ihm zugeschrieben wird.

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Den Preis in der Kategorie Mobilitätssysteme erhielt Bosch für das System Automated Valet Parking. Im Zusammenspiel von Fahrzeug und Parkhaus entfallen für den Fahrer die Parkplatzsuche und der Parkvorgang. Stattdessen wird das Fahrzeug in der sogenannten Drop-off-Zone des Parkhauses abgestellt. Von dort bewegt es sich selbstständig und direkt zu einem freien Parkplatz. Neben der Zeitersparnis für die Insassen ergibt sich laut Bosch eine um 20 Prozent effizientere Ausnutzung des Parkraums. Bereits angekündigt ist eine Weiterentwicklung des Systems, die das automatisierte Laden von E-Fahrzeugen während des Parkens erlaubt: Sobald die Batterie des einen Fahrzeugs geladen ist, fährt dieses automatisiert auf einen Parkplatz, während ein anderes Fahrzeug ebenso automatisiert seinen Platz an der Ladesäule einnimmt.

Ebenfalls erstmals in der Geschichte des KS Energie- und Umweltpreises waren die Preise mit Spendengeldern in Höhe von insgesamt 10.000 Euro dotiert. Spendengelder, weil die Summen von den Preisträgern weitergegeben werden. Bosch fördert damit den Innovationscampus Mobilität der Zukunft der Universität Stuttgart, die die Spende zur Nachwuchsförderung in den „MINT“-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik einsetzen will. Die Spende von Knorr-Bremse kommt der sozialen Organisation „Dein München“ zugute, die sich für Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Integration junger Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt einsetzt. 

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