Die großen Autohändler Deutschlands 2023 Autohaus Hermann – Geschäftsfelder geschärft

Von Andreas Grimm 4 min Lesedauer

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Neuwagen, Gebrauchtwagen, Service – der klassische Dreiklang im Autohaus bleibt die Essenz des Erfolges der Hermann-Gruppe. Allerdings wird in den einzelnen Bereichen viel bewegt und neu gedacht.

In Goslar hat die Hermann-Gruppe den Ford-, Renault- und Dacia-Standort in den letzten Jahren modernisiert und ausgebaut.(Bild:  Hermann-Gruppe)
In Goslar hat die Hermann-Gruppe den Ford-, Renault- und Dacia-Standort in den letzten Jahren modernisiert und ausgebaut.
(Bild: Hermann-Gruppe)

Unter neuer Führung bleibt die Hermann-Gruppe auf dem angestammten Kurs. Vor einigen Jahren schon hatte Senior-Chef Wolfgang Hermann ein Ende der hochfliegenden Neuwagenabsätze prognostiziert: Gemeinsam mit seinen Führungskräften hat er alternative Geschäftsfelder ausgebaut und verschiedene Formen der Kundenansprache entwickelt. Unter Michael Zimbal, seit 2022 Sprecher der Geschäftsführung des Northeimer Renault-, Dacia- und Ford-Händlers, nimmt die Bedeutung des Gebrauchtwagen- und Werkstattgeschäfts sowie einiger Nischenangebote wie dem Reisemobil-Geschäft weiter Fahrt auf.

„Unser Fokus liegt auf den Geschäftsfeldern, die wir haben – davon ausgehend, dass das Neuwagengeschäft vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung tendenziell eher rückläufig sein wird“, sagt Zimbal. Das Fundament dafür hat die Gruppe längst gegossen: Sie hat ausgehend vom angestammten Renault- und Dacia-Geschäft die Marke Ford als drittes Standbein in der Kundenbetreuung ausgebaut und mit dem Gebrauchtwagen-Aufbereitungszentrum in Sudheim schon vor Jahren begonnen, die Prozesse der Aufbereitung und Vermarktung zu zentralisieren, zu beschleunigen und damit die Erträge zu verbessern. Steigende Verkaufszahlen und gestiegene Transaktionspreise sind das Ergebnis – natürlich auch gestützt durch das zuletzt günstige Nachfrage-Umfeld.