Autohaus Peter: Niemandsland Nordhausen

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Birgit Rüdel

Ein Mercedes-Benz-Vertreter aus den neuen Bundesländern expandierte in den Westen Deutschlands: Die Geschichte des Autohauses Peter hat Seltenheitswert.

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Das Autohaus Peter ist auch 25 Jahre nach der Wende fest in Familienhand: Helmut Peter (li.) und Andreas Peter führen die Geschäfte. Daniela Peter ist bei Firmenveranstaltungen präsent.
Das Autohaus Peter ist auch 25 Jahre nach der Wende fest in Familienhand: Helmut Peter (li.) und Andreas Peter führen die Geschäfte. Daniela Peter ist bei Firmenveranstaltungen präsent.
(Foto: Peter)

Anfang der neunziger Jahre erhielten 52 ostdeutsche Händler von Mercedes-Benz den Vertreterstatus. 2015 sind gerade einmal zwei davon übrig. Der Rest ging an Unternehmen aus dem Westen. Aber nicht der ganze Rest – als einziger Partner aus den neuen Bundesländern übernahm das Autohaus Peter aus Nordhausen einige Fabrikatskollegen. Danach folgten sogar Betriebe aus dem Westen Deutschlands.

Warum die Zeit den Erfolg brachte, weiß Geschäftsführer Helmut Peter sehr genau: „Nordhausen und die umliegende Region waren bis 2007 verkehrstechnisch nicht erschlossen. Wir lagen zwischen der A4, der A7 und der A9. Von dort aus führten lediglich ein paar Bundesstraßen zu uns. Auch das Schienennetz hatte seine Lücken. Bis heute gibt es weit und breit keinen Flughafen.“ Daher sei die Region um Nordhausen nie eine Option für große Autohausgruppen gewesen.