Autohausgruppe Koch bündelt ihre digitalen Kräfte

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Den eingängigen Slogan haben Koch und Biedermann auf den Webseiten konsequent durchgehalten: Wer beispielsweise auf der Homepage das Markensymbol Mazda anklickt, kommt auf die Unterseite „Mazda kauft man bei Koch“. Analog sieht es bei den anderen Marken aus. Mit diesem ebenso eingängigen wie selbstbewussten Auftritt konnte die Autohausgruppe ihre Webpräsenz im regionalen Markt deutlich verbessern. Der nächste Schritt ist schon geplant: Koch und Biedermann wollen demnächst mit der Webseite www.autosverkauftmanbeikoch.de an den Start gehen, um den Webauftritt der Autohausgruppe abzurunden.

Tagtägliche, genaue Kontrolle erforderlich

Biedermann kontrolliert täglich über Google Analytics, wie sich die Zahlen der Gruppe im Onlinebusiness entwickeln. Er beobachtet genau die Klicks und die Pageimpressions, um gezielt reagieren zu können. Ebenso aufmerksam registriert er die Bewertungen der Kunden: „Wenn hier jemand mal unzufrieden ist, muss man sofort reagieren. Nur dann können wir es schaffen, Ärger in Zufriedenheit umzuwandeln.“ Der Chef selbst reagiert ebenfalls auf die Bewertungen seiner Kunden und antwortet ihnen persönlich. Das kommt gut an und unterstreicht den familiären Charakter.

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Auf der Webseite der Autohausgruppe bietet Koch dem Kunden neben Neu- und Gebrauchtwagen ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. So kann er beispielsweise eine Onlinebewertung seines Fahrzeugs durchführen, Probefahrten vereinbaren oder Servicetermine vereinbaren. Es gibt auch eher ungewöhnliche Angebote: So kann man bei der Koch-Pfandleihe seinen Wagen beleihen, wenn das Geld gerade einmal knapp ist oder einen Termin beim Frisör im Autohaus buchen. Das Angebot auf den Koch-Webseiten ist vielfältig und animiert zum Verbleiben und weiteren Durchklicken.

Aber nicht nur der Internetauftritt der Gruppe ist Koch und Biedermann wichtig, sondern auch die Social-Media-Aktivitäten. „Unser Facebook-Auftritt ist eine Investition in die nächste Generation. Wir haben damit einen idealen Kommunikator um mit unseren Kunden regelmäßig im Gespräch bleiben zu können“, betont Koch. Für Facebook nutzt er die Möglichkeiten, die ihm die Hersteller an die Hand geben: Täglich aktualisiert er den Herstellercontent, den er auf der Facebookseite des Autohauses veröffentlicht und reichert ihn regelmäßig mit eigenen Bildergalerien und Videos an: „Die Hälfte kommt vom Hersteller, die andere Hälfte ist von uns – das ist unsere Faustformel. Damit haben wir einen guten Ausgleich zwischen dem professionell erstellten Content, den der Hersteller liefert, und persönlich anmutenden Informationen, die wir dem Kunden zusätzlich bieten.“

Kundenbindung auch im Onlinegeschäft

Für Koch und Biedermann hat gerade der letzte Aspekt eine hohe Bedeutung. Der Unternehmer erläutert das am Beispiel seines Credos: „Ganz dicht am Kunden und der Region sein und dabei kompromisslos Qualität anbieten.“ Um den Kunden auf Dauer halten zu können, brauche man die persönliche Beziehung zu ihm – das gelte auch online. Daher reichern Biedermann und Koch die Auftritte des Unternehmens im Internet und auf den Social-Media-Seiten regelmäßig mit ganz persönlichen Videoclips an. Beispielsweise erzählt Kochs kleiner Sohn Tonio in einem Imagefilm nicht nur die Geschichte des Unternehmens erzählt, sondern auch auf das Engagement im sozialen und sportlichen Sektor verweist.

Mit solchen Auftritten erreicht der Unternehmer, dass die Autohausgruppe trotz ihrer Größe nach wie vor als Familienunternehmen am Markt präsent ist. Dabei beschäftigt das Unternehmen, das Koch in der Rechtsform einer AG führt, inzwischen rund 320 Mitarbeiter, die einen jährlichen Umsatz von rund 135 Millionen Euro erwirtschaften. Das Absatzvolumen der Gruppe betrug im letzten Jahr knapp 6.300 Neu- und Gebrauchtwagen, die hauptsächlich in den regionalen Markt gingen. Damit gehört Koch längst zu den großen Playern auf dem Berliner Automobilmarkt.

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