Autohausgruppe Koch bündelt ihre digitalen Kräfte

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Der Berliner Mehrmarkenhändler hat seine gesamte Internetpräsenz in zwei Webauftritten mit griffigen Titeln zusammengefasst. Dazu überwacht ein verantwortlicher Digitalmanager das Onlinegeschäft. Mit den Aktivitäten holt Koch den Sieg beim Internet Sales Award.

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Koch Automobile ist ein klassischer Mehrmarkenbetrieb.
Koch Automobile ist ein klassischer Mehrmarkenbetrieb.
(Bild: Achter)

Dass das Onlinebusiness für den Automobilhandel eine entscheidende Bedeutung hat, ist eine Binsenweisheit. Jedes auch nur halbwegs erfolgreiche Autohaus nutzt seit langer Zeit die Möglichkeiten, die das Internet ihm bietet. Schließlich ist das Gebrauchtwagengeschäft ohne den Onlineverkauf kaum mehr denkbar, und auch die Kunden vor Ort erwarten einen professionellen Auftritt.

Deshalb gibt es kaum mehr ein Autohaus ohne eigene Webseite. Viele Betriebe unterhalten sogar mehrere. Und genau da setzt nach Ansicht von Thomas Koch, Inhaber der Koch-Autohausgruppe in Berlin, das Problem ein: „Wir haben festgestellt, dass wir uns im Internet im Laufe der Zeit immer mehr verzettelt haben. Mehr oder minder zufällig kamen immer neue Webseiten oder Landingpages zu unserem ursprünglichen Auftritt hinzu. Das wirkte unübersichtlich und zudem mussten alle Seiten gepflegt werden. Da wurde uns klar, dass wir auf dem falschen Weg waren“, erzählt der Unternehmer.

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Mit rund einem Dutzend unterschiedlicher Seiten war die Autohausgruppe in der Vergangenheit im Internet aktiv. Schließlich vertritt die Koch-Gruppe an ihren acht Standorten in und um Berlin mit Citroën, Mazda, Seat, Skoda und Volvo fünf Marken, die alle einen eigenen Webauftritt erfordern. Marketingaktionen des Unternehmens verpufften teilweise, da sie immer nur einen Ausschnitt der Kunden der Autohausgruppe ansprachen. So wussten die Kunden und auch die Macher im Autohaus nicht immer genau, welche Seiten im Internet für sie im Moment wirklich relevant waren.

„Das kommt davon, wenn man das Onlinebusiness nebenher erledigen will. Das funktioniert aber nicht“, erläutert Koch. Für ihn hat dieser Geschäftsbereich eine herausragende strategische Bedeutung. Daher implementierte er in das Organigramm der Gruppe eine neue Stabsstelle: den Digitalmanager. Zusammen mit Carl Biedermann, der diese Funktion inzwischen als Fulltimejob ausübt, hat Koch den Webauftritt der Gruppe komplett umgekrempelt.

Internet Sales Award 2016: Die digitale Meisterklasse
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„Was nutzen uns die vielen unterschiedlichen Seiten voller Informationen, wenn der Kunde uns dort nicht aufsucht. Es war klar: Wir brauchen einen Begriff, der bei den Kunden haften bleibt und der ihnen sofort einfällt, wenn sie sich im Netz in Berlin rund ums Auto informieren wollen“, erläutert Biedermann. Und Koch fügt hinzu: „Unser Ziel war es, unsere Stärke rund um den Kirchturm auch im Internet sichtbar zu machen. Nicht der weit entfernt wohnende Kunde interessiert uns, sondern der in unserer Region ist uns wichtig. Ihn wollen wir ansprechen.“

Mit dem Slogan „Autos kauft man bei Koch“ haben Koch und Biedermann die Klammer für den Internetauftritt der Gruppe inzwischen gefunden. Unter der Webseite autoskauftmanbeikoch.de haben sie die gesamte Webpräsenz des Unternehmens gebündelt. „Dieser Slogan bleibt bei den Berlinern hängen, Wenn sie damit ins Internet gehen, haben sie mit einem Klick unser gesamtes Waren- und Dienstleistungsangebot vor Augen“, erläutert Koch.

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