Ehrhardt AG Autohausgruppe trauert um Seniorchef

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Aus einer Kfz-Werkstatt in DDR-Zeiten hat Wilfried Ehrhardt eine in mehreren Bundesländern aktive Autohausgruppe geschaffen. Anfang Mai ist der gesellschaftlich engagierte Unternehmer verstorben.

Wilfried Ehrhardt, Gründer und langjähriger Chef der Ehrhardt AG, ist im Alter von 67 Jahren verstorben.(Bild:  Ehrhardt AG)
Wilfried Ehrhardt, Gründer und langjähriger Chef der Ehrhardt AG, ist im Alter von 67 Jahren verstorben.
(Bild: Ehrhardt AG)

Die Ehrhardt AG trauert um ihren Gründer und langjährigen Chef Wilfried Ehrhardt. Der Autohändler, der 1982 mit einer Trabant- und Simson-Werkstatt im Grenzgebiet der DDR begonnen und nach der Wende eine Autohausgruppe mit Standorten in derzeit zwölf Orten geformt hatte, ist Anfang Mai im Alter von 67 Jahren verstorben. Im Jahr 2020 hatte sich der Firmenchef aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen. Zuletzt war er schwer erkrankt.

1990 gründete Ehrhardt ein Volkswagen- und Audi-Autohaus in Hildburghausen. Es folgten im Laufe der Jahre die Marken Seat, Skoda, Hyundai und MG sowie die Erweiterung um die Standorte Arnstadt, Eisfeld, Ilmenau, Erfurt, Suhl, Weimar, Eisenach, Meiningen, Würzburg, Leipzig und Halle. In dieser Zeit entwickelte er als Markenzeichen die Idee, alte Industriegebäude behutsam zu restaurieren und durch eine neue Nutzung wiederzubeleben. Die Unternehmensgruppe kommt inzwischen auf einen Umsatz von weit über 200 Millionen Euro und beschäftigt gut 500 Mitarbeiter.

Auch direkt in der Kfz-Branche setzte er seine Leidenschaft um, Altes in der Gegenwart wieder und weiter nutzbar zu machen. Seit 2017 setzte er sich intensiv mit dem Oldtimer-Geschäft auseinander und installierte eine dafür spezialisierte Werkstatt in der Firmengruppe.

Mit seinem Unternehmertum verließ er zugleich gerne die Grenzen des Kfz-Gewerbes. Mittlerweile ist die Ehrhardt AG mit ihren über 500 Mitarbeitern auch in den Sparten erneuerbare Energien, E-Bikes, Wohnmobile, Tourismus und Immobilien präsent, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens zum Tod von Wilfried Ehrhardt. Unter anderem betrieb er ein eigenes Gasthaus in seiner Heimat Südthüringen.

Seinen Erfolg teilte Wilfried Ehrhardt durch ein vielfältiges gesellschaftliches Engagement. Viele Sportvereine, Fördervereine und Institutionen hätten im Umfeld der Niederlassungen seine Unterstützung erfahren, heißt es im Nachruf.

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