Wachstumskurs Autoland bestätigt Interesse an Börsengang

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Gerade hat die Autoland AG mit Christian Lindner einen medienwirksamen Personal-Coup gelandet. Nun bringt das Unternehmen von Wilfried Wilhelm Anclam erneut den Börsengang ins Spiel.

Der Inhaber der Autoland AG, Wilfried Wilhelm Anclam, arbeitet am Börsengang des Autohändlers.(Bild:  Luca Geselle/Autoland)
Der Inhaber der Autoland AG, Wilfried Wilhelm Anclam, arbeitet am Börsengang des Autohändlers.
(Bild: Luca Geselle/Autoland)

Der Autohändler Autoland, der gerade erst Ex-Finanzminister und Ex-FDP-Chef Christian Lindner in den Vorstand berufen hat, kann sich künftig einen Börsengang vorstellen. Es sei richtig, dass Autoland aufgrund seines starken Wachstums auch einen Börsengang in den nächsten Jahren in Erwägung ziehe, bestätigte ein Unternehmenssprecher entsprechende Medienberichte. Weitere Informationen dazu würden zu gegebener Zeit kommuniziert.

Im Interview mit »kfz-betrieb« hatte Unternehmenschef Wilfried Anclam bereits vor knapp einem Jahr vom Börsengang gesprochen – und damals noch das Jahr 2028 anvisiert. Der Grund: Autoland werde zusätzliches Kapital benötigen, um den angestrebten Wachstumskurs finanzieren zu können. „Um jeden Monat 10.000 Autos zu verkaufen, brauchen wir einen Warenbestand von circa 35.000 Fahrzeugen“, hatte Anclam vorgerechnet, was etwa 800 Millionen Euro entspräche. Langfristig will er mit seinem Unternehmen, das er auch als Automobildiscount bezeichnet, in allen deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern vertreten sein.

Das Thema Börsengang ploppte in den letzten Jahren immer mal wieder auf. Die Rechtsform dafür ist vorhanden. Autoland firmiert bereits als Aktiengesellschaft. Einziger Anteilseigner ist laut „Manager Magazin“ der inzwischen 68-jährige Unternehmensgründer Anclam selbst. Autoland betreibt nach eigenen Angaben derzeit 32 Niederlassungen in neun Bundesländern und beschäftigt 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2024 erwirtschaftete Autoland einen Rekordumsatz von 890 Mio. Euro mit über 50.000 verkauften Autos. In diesem Jahr sollen es annähernd 60.000 Einheiten werden.

Die Berufung von Christian Lindner zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ergibt vor dem Hintergrund eines Börsengangs Sinn. „Autoland wächst stark. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Führung meines Unternehmens für die Zukunft größer aufzustellen“, wird Wilfried Anclam in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Die neue Führungskraft sei Bestandteil der Wachstumsstrategie des Unternehmens. Mit seinen Talenten wird Christian Lindner das ganze Unternehmen voranbringen. „Er wird den Vertrieb stärken, die Digitalisierung unterschiedlicher Geschäftsbereiche des Konzerns beschleunigen und die Internationalisierung von Autoland vorantreiben“, ist Anclam überzeugt.

(Mit Material der dpa)

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