Übernahmen und Fusionen So lief die Marktkonsolidierung im Automobilhandel 2023

Von Dr. Martin Achter 4 min Lesedauer

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Im Automobilhandel dürften in diesem Jahr die Übernahmen zweier großer inhabergeführter Gruppen aus dem Feld der Top 100 für Aufsehen gesorgt haben. Jedoch rollte die Übernahmewelle nicht so stark, wie man meinen möchte.

Der Verkauf der Torpedo-Gruppe an Hedin aus Schweden war eines der Ereignisse in Sachen Marktkonsolidierung im Automobilhandel, das in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit erfahren hat.(Bild:  Achter – VCG)
Der Verkauf der Torpedo-Gruppe an Hedin aus Schweden war eines der Ereignisse in Sachen Marktkonsolidierung im Automobilhandel, das in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit erfahren hat.
(Bild: Achter – VCG)

Die Marktkonsolidierung im Automobilhandel ist auch 2023 vorangeschritten – und die Entwicklung war von außergewöhnlichen Ereignissen gekennzeichnet. Trotzdem verlief dieser schon lange andauernde Prozess in diesem Jahr nicht so intensiv, wie man angesichts der großen wirtschaftlichen Tragweite der Übernahmen und Fusionen, die für Aufmerksamkeit sorgte, meinen könnte: So verzeichneten die Branchenforscher von ICDP (International Car Distribution Programme) bis in den Herbst in Deutschland 75 Übernahmen von Autohäusern durch andere Handelsbetriebe. Im Jahr zuvor waren es noch 116.

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Dennoch bleibt 2023 außergewöhnlich: Es gab zwei große Übernahmen durch ausländische Investoren, die erstmals größer auf dem deutschen Markt in Erscheinung traten und die ihr Geschäft hier ausbauen wollen. Daneben erfolgte zu Jahresbeginn eine Mega-Fusion von vier bisher unabhängigen Händlern, die ihr neues Unternehmen hinsichtlich der Größe nicht nur an die Spitze der Branche in Deutschland führten. Vielmehr gehört Avemo vom Start weg gleich auch zu den 50 größten Gruppen Europas (siehe Tabelle unterhalb).