Autoscout-24-Kunden bewerten den Pkw-Kauf

Autor Stephan Richter

Die Onlinebörse sammelt derzeit Kundenbewertungen zum Fahrzeugkauf. Noch in diesem Jahr will Autoscout 24 die Ergebnisse öffentlich machen und folgt damit dem Beispiel ihres Werkstattportals.

Alberto Sanz de Lama (li.) und André Stark setzen auf Dynamik.
Alberto Sanz de Lama (li.) und André Stark setzen auf Dynamik.
(Foto: Richter)

Es ist derzeit viel im Fluss bei der Onlinebörse Autoscout 24. Zwar steigt sie vorerst nicht in den Handel von bestellbaren Neuwagen ein, dennoch kommen Neuerung, etwa die Kundenbewertungen für den Fahrverkauf, und ein erweitertes Angebot an Dienstleistungen. Das alles passiert vor dem Hintergrund, dass sich die gesamte Scout-24-Gruppe in einem Verkaufsprozess befindet. Zum aktuellen Stand der Gespräche ließen sich die beiden Geschäftsführer Alberto Sanz de Lama und André Stark anlässlich eines Presse-Round-Table in München jedoch nicht verleiten.

„Durch unsere neuen Produkte sind die Kundenanfragen vom ersten zum zweiten Halbjahr um 30 Prozent gestiegen. Dazu gehört unter anderem ein Buchungsassistent, eine Videoerstellung sowie die Funktion, dass die Händler schon sehen, wenn sich ein Kunde für ein Auto interessiert, und ihn ansprechen können, bevor er selbst mit dem Händler Kontakt aufnimmt“, sagte Sanz de Lama.

Bildergalerie

Zudem sei für 2014 geplant, dass Fahrzeuginteressenten für Gebrauchtwagen in der Ergebnisliste alternativ auch Neuwagen finden sollen. „So sieht der Weg aus, den wir beim Neuwagenvertrieb einschlagen. Bestellfahrzeuge und Tageszulassungen finden sich ja schon seit langem auf unserem Portal. Nun müssen wir die Daten noch in einer „intelligenten Anzeige“ zusammenbringen. Die rein statische Anzeige soll 2014 einer dynamischen weichen“, sagte Sanz.

Werkstattportal bringt Inspektionskunden

Auch das Werkstattportal habe sich gut entwickelt. „Aktuell zählen wir 2.000 teilnehmende Werkstätten. Durchschnittlich führen wir jedem Betrieb im Monat sieben neue Leads zu. Dabei kommt es im Schnitt zu zwei Buchungen“, sagte Geschäftsführer André Stark.

Den Fairgarage-Kauf seitens der DAT bewertet Stark positiv: „Wir freuen uns über einen guten Wettbewerb. Das Geschäft mit den Werkstattportalen ist sehr erklärungsbedürftig. Je mehr Parteien diese Aufgabe übernehmen, umso besser. Außerdem sehen wir es als gutes Zeichen, dass die DAT wie auch der ZDK das Signal senden, dass keine Werkstatt am Internet vorbei kommt.“ Bei 52 Prozent aller Anfrage handle es sich ein Inspektionsangebot, danach folgen mit 20 Prozent die Zahnriemenreparatur und mit zehn Prozent Anfragen wegen der HU/AU.

Seit Kurzem hat Autoscout 24 auch den Lichtcheck und den Räderwechsel als Option eingeführt. „Wir haben den Massenmarkt und keine komplexen Reparaturen im Fokus. Die Werkstätten sollen das Portal als Marketingtool sehen, um sich und ihre Arbeit zu präsentieren“, erklärte Stark. Die beiden Geschäftsführer berichteten zudem, dass 85 Prozent Kunden die Suchergebnisse nach der Entfernung und nicht nach dem Preis sortieren. Noch erhebt Autoscout 24 für das Werkstattportal einen monatlichen Grundpreis. Ab Januar 2014 soll eine zusätzliche Transaktionsgebühr kommen.

(ID:42409134)