Technikmuseum

Autovision – das etwas andere Automuseum

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Weltgrößte NSU- und Wankel-Ausstellung

Eine der thematisch tragenden Säulen ist NSU, der sich die Autovision widmet. Warum ausgerechnet NSU? Ganz einfach: Es gibt bzw. gab zwei deutsche Marken bzw. Hersteller, die einst die individuelle Mobilität vom Fahrrad bis zum Auto abdeckten: NSU und Wanderer. Und nachdem letztere Marke fast keine, und erstere wenigstens noch ein paar Menschen kennen, fiel die Wahl auf erstere. Bereits ab 1873 hat das erst in Riedlingen und dann in Neckarsulm beheimatete Werk maßgeblich die Entwicklung des Fahrrads und des Motorrads mitgeprägt und dem Automobil seinen Stempel aufgedrückt. Auch im Motorsport und der Aufstellung neuer Weltrekorde hatte NSU in der Nachkriegszeit oftmals die Nase vorn. Das hat auch Museumsinitiator Horst Schultz: Im Laufe der Jahre hat er so viele und so interessante Ausstellungsstücke rund um die Marke aus der Nähe von Heilbronn zusammengetragen, dass er bzw. die Autovision sich den Titel „weltgrößte“ NSU-Sammlung ans imaginäre Revers heften darf.

Das gilt übrigens auch im Fall des Wankelmotors. Auch hier trägt das Museum stolz den Titel: weltgrößte Wankel-Sammlung. Wankel rauf und runter, oder besser gesagt: In Halle 2 dreht sich alles im Kreis rund um den etwas anderen Verbrennungsmotor. Auch hier spielt selbstredend die Marke eine große Rolle, gebührt ihr doch der Titel des weltweit ersten Autobauers, der einen Wankelmotor in ein Serienautomobil verpflanzte. Zeitlich knapp dahinter war bekanntlich Mazda. Die Japaner pflegen die mit Abstand längste Tradition im Bau von Wankel- bzw. Drehkolbenmotoren. NSU und Mazda widmen sich zahlreiche Fahrzeug- und Motormodelle – inklusive solche von Kettensägen, Schneemobilen, Karts, Motorbooten und und und (siehe Bildergalerie).

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Bugatti „contra“ E- und Wasserstoffmodelle

Ganz anders die Situation in Halle 6: Sie dokumentiert die letzte erfolgreiche Geschäftsphase des französischen Bugatti-Werkes, was wiederum ein Verdienst von Ettore Bugattis Sohn Jean war: Er konzentrierte die Automobilproduktion auf nur ein Grundmodell mit dem gleichen Motortyp. Diesem großen Erfolg Jean Bugattis ist die Ausstellung „The last french Bugattis“ gewidmet. Im wahrsten Sinne des Wortes einzigartige Ausstellungsstücke bekommen Besucher hier sehen.

Ebenfalls die Zeit vor dem Zweiten bzw. Ersten Weltkrieg zum Inhalt hat die Ausstellung „Vorkrieg“. Beginnend bei der Laufmaschine von Carl Drais bekommt der technisch Interessierte hier die allerersten Anfänge der Mobilität anhand einer umfangreichen Zweirad-Ausstellung gezeigt. Eine historische Werkstatt mit Tankstelle und einem kleinen Ladengeschäft vermittelt die Welt des Kfz-Mechatronikers vor rund 100 Jahren.

Das krasse Gegenteil davon spielt sich unter dieser und den anderen Hallen ab. Besonders in diesem Ausstellungsbereich wird klar, dass die Autovision weit mehr als ein Museum für Fahrzeuggeschichte ist. Denn seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 zeigt der Bereich „Zukunft“, wohin die automobiltechnische Reise geht. Hier erfährt man, wie der Individualverkehr von morgen aussehen könnte und welche Erfolge und Misserfolge einst vor wenigen Jahren gepriesene Modelle bzw. Antriebskonzepte feiern konnten und welche nicht. Regelmäßig wechselnde Modelle von Fahrzeugen sowie entsprechender Antriebstechnik (Batterie, Hybrid, Wasserstoff) vermitteln geballtes technisches Know-how. Wie geballt, davon kann sich jeder im Rahmen eines Besuchs der Autovision selbst ein Bild machen. Die Stiftung Museum Autovision ist ganzjährig donnerstags, freitags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, sowie samstags von 13:00 bis 17:00 Uhr. Weitere Informationen unter www.museum-autovision.de

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