Die großen Autohändler 2023 AVAG – Die Technik passt

Von Jens Rehberg 9 min Lesedauer

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Unter großem Aufwand und im Zusammenspiel mit anderen Gruppen hat die AVAG ihr neues, digitales Vertriebskonzept angeschoben. Mit Zahlen hält man sich bedeckt, aber eine frühe Kehrtwende in der Ausrichtung könnte ein entscheidender Booster sein.

Zukauf in Österreich: Seit September gehört die Autowelt Linz zur AVAG.(Bild:  AVAG)
Zukauf in Österreich: Seit September gehört die Autowelt Linz zur AVAG.
(Bild: AVAG)

In der Theorie ist AVAG-Vorstand Roman Still schon seit Langem mit den Details des neuen Stellantis-Vertriebskonzepts vertraut – gehörte er doch zum kleinen Kreis an Händlern, die parallel zu den europäischen Partner-Dachverbänden ihre Perspektive auf internationaler Ebene in die Verhandlungen um das neue Vertragswerk einbrachten. Der Händler schätzt die Zeit, die er in Zusammenhang mit den Entwürfen für die neuen Regelungen investiert hat, auf etwa ein halbes Mannjahr. „In der heißen Phase von Januar bis Mitte Juli dieses Jahres waren das sicher um die drei Tage pro Woche“, sagt der Unternehmer.

Nun schlägt der vom Hersteller gewählte Kommissionsagenturvertrieb hart in den ausgewählten Pilotmärkten auf – unter anderem in Österreich, wo die AVAG mittlerweile eine starke Präsenz aufgebaut hat. Und so haben die Brüder Still jetzt auch in der Praxis mit den Anlaufproblemen des umstrittenen Konzepts zu kämpfen. „Jeder Hersteller tut sich schwer, wenn dann tatsächlich der konkrete Umstellungszeitpunkt kommt“, nimmt AVAG-Vorstand Albert C. Still Stellantis in Schutz. „Es kommen viele zusätzliche Aufgaben auf einen zu, mit denen sich ein Hersteller noch nie beschäftigt hat, und viele Details, die man zwar im Vorfeld bedacht hat, die dann aber in der Umsetzung Probleme bereiten.“ Unglücklicherweise hätten einige Systemumstellungen im September die Lage noch verkompliziert.