AVAG: Gut auf den Markt eingestellt

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Das zweitwichtigste Fabrikat der AVAG gemessen an den Neuwagen-Stückzahlen ist seit vier Jahren Ford. Knapp 7.000 neue Modelle mit der blauen Pflaume verkaufte die Gruppe 2013/2014 über seine deutschen Betriebe. Dabei konnten die Augsburger insbesondere das Geschäft mit Gewerbekunden um fast ein Drittel zum Vorjahr steigern. Die Übernahme des Ford-Store-Konzepts hat die AVAG dem Hersteller bislang für die beiden markenexklusiven Betriebe in München und Berlin zugesagt. Geprüft werde derzeit ein entsprechender und von Ford gestützter Umbau von drei Standorten in Augsburg, Kaufbeuren und Coburg.

Übersichtskarte der AVAG-Standorte – zum Vergrößern bitte klicken.
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(Grafik: AVAG)

Das Toyota-Neuwagengeschäft der AVAG ist 2013/2014 zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. 3.740 Einheiten verkauften die Augsburger in Deutschland noch von der japanischen Importeursmarke – nach 4.451 im Vorjahr. Als Grund hierfür nennt der Vorstand unter anderem eine begrenzte Verfügbarkeit über alle Modelle hinweg. Dennoch hätten alle Toyota-Standorte der Gruppe über den Ergebniserwartungen abgeschlossen.

Vom einst für die AVAG so wichtigen Fabrikat Chevrolet sind im vorliegenden Geschäftsbericht noch knapp 2.000 verkaufte Neuwagen erfasst. Die Gruppe schafft es aber offenbar gut, das mittlerweile komplett weggefallene Volumen mit neuen Marken und einer Professionalisierung des Gebrauchtwagengeschäfts zu kompensieren. Für dieses Jahr plant die AVAG, 700 Hyundai- und 450 Kia-Neuwagen abzusetzen – die beiden koreanischen Marken wurden im vergangenen Jahr ins Modellportfolio aufgenommen. Zudem soll an zwei Standorten in Nürnberg und Ingolstadt der Dacia-Verkauf anlaufen.

Die Unternehmensstrategie für das kommende Jahr rückt außerdem die individuelle Weiterentwicklung jeder AVAG-Verkaufsregion in den Fokus – beispielsweise durch ein verbessertes internes Schulungsprogramm, das Führungskräfte fördern und Nachwuchspotenziale besser erkennen lassen soll. Vor dem Hintergrund eines stabilen Gesamtmarkts und nach aktuellen Optimierungsprojekten zu erwartenden Steigerungen in den einzelnen Geschäftsbereichen plant die AVAG für die laufende Periode mit einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum auf zirka 1,45 Milliarden Euro.

Die AVAG-Gruppe, die außer in Deutschland auch in Österreich, Kroatien, Polen und Ungarn aktiv ist, ist europaweit an 51 Autohäusern mit 140 Filialen beteiligt. Der Konzern vermarktet mit seinen 3.650 Mitarbeitern neben dem Stammfabrikat Opel auch die Marken Toyota/Lexus, Ford, Nissan, Honda, Subaru, Suzuki, Hyundai, Kia, Peugeot, Citroën, Fiat, Alfa Romeo, Volvo und Dacia.

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