AVAG: Gut auf den Markt eingestellt

Absatzplus von rund 5.000 Fahrzeugen

| Autor: Jens Rehberg

Finanzvorstand Markus Kruis: „Ein Prozent Rendite ist das, was wir brauchen.“
Finanzvorstand Markus Kruis: „Ein Prozent Rendite ist das, was wir brauchen.“ (Foto: Rehberg)

Die zweitgrößte deutsche Autohandelsgruppe hat im Geschäftsjahr 2013/2014 ihr operatives Vorsteuerergebnis fast verdoppelt. Nachdem die Augsburger AVAG im Vorjahr dieses Ergebnis nur leicht von 8 auf 8,3 Millionen Euro hatte verbessern können, weist der aktuelle Geschäftsbericht ein Ergebnis aus dem Autogeschäft vor Steuern von rund 15 Millionen Euro aus. Damit erreicht die Gruppe eine Umsatzrendite von 1,1 Prozent. „Ein Prozent ist das, was wir brauchen, um sichere Verhältnisse zu haben“, sagte Finanzvorstand Markus Kruis am Dienstag vor Pressevertretern in Augsburg.

Diese Zielrendite strebe man auch für die kommenden Jahre an, denn ein Prozent vom Umsatz sei nötig, um zügig auf eine angestrebte Eigenkapitalquote von 20 Prozent zuzusteuern. Für das laufende Geschäftsjahr plant die AVAG, diese Kennzahl bereits auf 17 Prozent hochzuschrauben.

„Wir haben uns auf den deutschen Drei-Millionen-Markt gut eingestellt“, resümierte Aufsichtsratschef Albert K. Still die Lage des Familienunternehmens. Nach Konsolidierungsmaßnahmen im Vorjahr und diversen Projekten zur Optimierung einzelner Bereiche und Standorte hatte das Unternehmen Absatz und Umsatz 2013/2014 zum Teil deutlich steigern können: Das Neuwagenvolumen wuchs um 1,6 Prozent auf insgesamt rund 45.600 Einheiten. Bei den Gebrauchten legte die Gruppe deutlich um 10,6 Prozent auf über 40.000 Einheiten zu. Der Konzernumsatz wuchs im letzten Geschäftsjahr um 4,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro.

Im Aftersales konnte der Werkstattumsatz zwar ebenfalls um 3,8 Prozent auf knapp 92 Millionen Euro gesteigert werden, bei Teilen & Zubehör verzeichnete die AVAG jedoch einen Rückgang um 2,2 Prozent (2013/2014: 219,4 Mio. Euro). Rüsselsheim hatte im vergangenen Jahr wieder mehr Teilegeschäft an sich gezogen, das zuvor über die mittlerweile drei regionalen Stützpunktlager der Autohandelsgruppe gelaufen war.

Auch im Geschäft mit Finanzdienstleistungen lief es für die Gruppe zuletzt rund: So wuchs unter anderem das vermittelte Kreditvolumen aus Finanzierungs- und Leasingverträgen in Deutschland und Österreich um 11,7 Prozent auf rund 343 Millionen Euro. Unter anderem „eine starke Leasing-Strategie gemeinsam mit Opel“ habe diese Zahlen ermöglicht, so AVAG-Chef Roman Still. Zudem liege die Finanzierungsquote beispielsweise bei Opel-Neuwagen mittlerweile bei zirka 60 Prozent.

Der AVAG-Vorstand (von links): Markus Kruis, Albert C. Still, Roman Still und Ulf Pfeiffer – zum Vergrößern bitte klicken.
Der AVAG-Vorstand (von links): Markus Kruis, Albert C. Still, Roman Still und Ulf Pfeiffer – zum Vergrößern bitte klicken. (Foto: AVAG)

Bei ihrer Hauptmarke Opel konnten die Augsburger 2013/2014 allein in Deutschland rund 800 Neuwagen und 1.800 „Junge Opel“ mehr als im Vorjahr verkaufen. Die Umstellung auf die aktuelle CI-Stufe der Rüsselsheimer soll Mitte 2015 abgeschlossen sein. Für großes Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr die Übernahme des Opel-Traditionshändlers Staiger in Stuttgart mit sieben Filialen und rund 100 Millionen Euro Umsatz. Mittelfristig will der AVAG-Vorstand mit den Staiger-Betrieben „einen Umsatz von 120 bis 130 Millionen Euro“ erreichen.

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