Lackierroboter Ein Sparfuchs mit neun Achsen

Von Christian Otto 5 min Lesedauer

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Die Hänssler GmbH in Göppingen begegnet dem Fachkräftemangel mit Hochtechnologie aus China. Mit viel Eigenengagement suchte und implementierte das Unternehmen einen Lackierroboter, der keine Arbeitsplätze ersetzen soll, sondern entlastet und Material spart.

Der Roboter arbeitet sehr präzise und soll vor allem Material einsparen. Dabei können Einzelteile und komplette Fahrzeuge lackiert werden. (Bild:  Hänssler GmbH)
Der Roboter arbeitet sehr präzise und soll vor allem Material einsparen. Dabei können Einzelteile und komplette Fahrzeuge lackiert werden.
(Bild: Hänssler GmbH)

In einem K&L-Betrieb in Göppingen bereiten sich die Inhaber auf die Zukunft des Handwerks vor. Dabei hilft der dortigen Hänssler GmbH seit Anfang des Jahres ein Lackier-Roboter mit der Bezeichnung „T1000 Curve Robot“. Es ist das erste System dieser Art, das in einem deutschen K&L-Betrieb arbeitet. Derzeit machen sich verschiedene Player am Markt auf, sogenannte Cobots, also kollaborative Roboter, in der Branche einzuführen.

Die Wahl von Stephan Rinas, der die Hänssler GmbH in zweiter Generation führt, fiel auf den T1000 aus chinesischer Produktion. Rinas schaute sich auch andere Systeme an. „Das Ganze geht bestimmt acht Monate zurück. Ich habe dann ein Video auf Social Media gesehen.“ Er forschte nach und landete irgendwann in China. Doch es gab noch eine Zweigstelle mit einer Anlage in Italien. Stephans Vater Wolfgang flog dann nach Italien und erlebte das System vor Ort. „Das hat mich überzeugt“, so der Senior-Chef. Rund vier Monate später stand der Roboter in der Werkstatt. Den fünftägigen Aufbau übernahm ein chinesisches Serviceteam.