Unfallforschung
AXA: E-Auto brennt doch (nicht)!
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Auf die Gefahr, dass E-Autos bei bestimmten Unfallszenarien (zu) leicht in Brand geraten können, wollte das Versicherungsunternehmen AXA mit einem Crash-Test hinweisen. Doch statt der Antriebsbatterie fackelte es lediglich ein bisschen Pyrotechnik ab.
Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht, sagt man. Dafür ist einer der beiden jüngsten Crash-Tests, den der Versicherer AXA in der Schweiz durchgeführt hat, ein gutes Beispiel. Dabei ging es um die Risiken, die der E-Antrieb, besser gesagt die Position der „tonnenschweren“ Antriebsakkus im Fahrzeug, mit sich bringt. Denn laut AXA haben die Hersteller von Elektrofahrzeugen meist nur typische Unfallszenarien wie den Front- oder Seitencrash in ihre Sicherheitsüberlegungen einfließen lassen. Eher untypische Unfälle, bei denen der Fahrzeugunterboden und damit auch die Batterie beschädigt werden und es zu einem Kurzschluss bzw. „thermal runaway“ (einem unkontrollierten Abbrennen einzelner Zellen) kommt, wurden laut dem Versicherer bislang nur rudimentär berücksichtigt.
Als Beispiel für solch ein entsprechendes Szenario nennt AXA die Situation eines Teslafahrers. Der unterschätzt die Beschleunigungsleistung seines Stromers, rauscht geradeaus über die Insel eines Kreisverkehrs und überschlägt sich anschließend. Dabei passiert zwar den Insassen kaum etwas, doch der Akkupack des Teslas wird beschädigt. Beim Crashtest entzündeten sich jedoch keine Batterien. Das war auch gar nicht möglich, denn die hatten die Verantwortlichen vorab entfernt. Stattdessen ließen sie im Vorderwagen des Amis ein bisschen Pyrotechnik abbrennen, die einen Batteriebrand simulieren sollte.
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