Kfz-Gewerbe Bayern E-Förderung nicht auf lange Bank schieben

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Bayerische Kfz-Gewerbe drängt die Bundesregierung zu einer schnellen Entscheidung, wie sie die Elektromobilität fördern will. Denn die aktuelle Lage um das Absatztief der E-Autos dulde keinen Aufschub.

Die Politik soll ihre beim Autokrisengipfel angekündigte Unterstützung der E-Mobilität nicht auf die lange Bank schieben, fordert das Kfz-Gewerbe Bayern.(Bild:  © Daimler Truck AG)
Die Politik soll ihre beim Autokrisengipfel angekündigte Unterstützung der E-Mobilität nicht auf die lange Bank schieben, fordert das Kfz-Gewerbe Bayern.
(Bild: © Daimler Truck AG)

Die Bundesregierung soll zügig klären, wie sie künftig die E-Mobilität fördert. Das fordert das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe. Und: Es soll keine Abwrackprämie für Verbrenner geben.

„Dass der Bund kein kurzfristiges ,Strohfeuer‘, sondern eine solide Förderung der Elektromobilität möchte, ist richtig. Das darf aber nicht dazu führen, dass dringend nötige Entscheidungen jetzt vertagt und bis nächstes Jahr auf die lange Bank geschoben werden“, sagte Albert Vetterl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern.

Der digitale „Autogipfel“ Anfang der Woche hatte keine konkreten Maßnahmen ergeben. Allerdings wurde eine im Vorfeld diskutierte Prämie von 6.000 Euro für den Wechsel von einem Verbrenner- zu einem Elektrofahrzeug abgelehnt. „Wir brauchen keine Abwrackprämie für Verbrennerautos“, sagte Präsident Vetterl.

Dies wäre weder nachhaltig noch wirtschaftlich und gefährde zudem Arbeitsplätze im Werkstatt- und Servicebereich, wenn auf einen Schlag Tausende voll funktionsfähige Verbrenner von den Straßen verschwinden würden. „Wir brauchen vielmehr eine verlässliche, planbare und langfristige Förderung, wie sie der Umweltbonus bis Ende 2023 war. Dessen Wegfall hat gezeigt, wie wichtig diese Förderung als Kaufanreiz für Elektro-Neuwagen war. Ein solches Instrument brauchen wir dringend, und zwar nicht erst 2025, sondern jetzt“, sagte Vetterl.

Auch der Gebrauchtwagenbereich müsse dabei berücksichtigt werden. Ein finanzieller Anreiz für den Kauf eines gebrauchten E-Autos sei wichtig, um die geringe Nachfrage anzukurbeln. Neben einer Prämie wäre denkbar, die degressive steuerliche Abschreibung nicht nur auf neue Elektrofahrzeuge anzuwenden, sondern auch auf junge Gebrauchte.

(ID:50183167)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung