Aston Martin Bentley-Chef Adrian Hallmark wechselt zur Konkurrenz

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Von einer britischen Luxusmarke zur nächsten: Der amtierende Bentley-Chef Adrian Hallmark wechselt die Seiten. Spätestens ab Oktober soll er die Sanierung von Aston Martin voranbringen.

Der noch amtierende Bentley-Chef Adrian Hallmark wird CEO von Aston Martin.(Bild:  Mark Fagelson Photography)
Der noch amtierende Bentley-Chef Adrian Hallmark wird CEO von Aston Martin.
(Bild: Mark Fagelson Photography)

Eine Top-Personalie sorgt für einen Paukenschlag im Luxus-Segment: Der aktuelle Bentley-Vorstandschef Adrian Hallmark wechselt spätestens zum 1. Oktober zum Konkurrenten Aston Martin. Das gab der wirtschaftlich angeschlagene Nischenhersteller und James-Bond-Ausstatter an diesem Freitag (22. März) bekannt. Hallmark folgt auf Amedeo Felisa, der Aston Martin seit zwei Jahren vorstand.

Der 61-jährige Hallmark ist seit dem 1. Februar 2018 Chief Executive Officer von Bentley Motors. Er ist seit gut 25 Jahren im Automobilgeschäft verwurzelt. Vor seiner Bentley-Zeit war er Strategiechef von Jaguar Land Rover. Zuvor arbeitete er bereits als Vertriebs- und Marketingvorstand der britischen VW-Tochter und war auch schon für Porsche und Saab tätig. Sein Vorgänger Felisa bleibt im Amt, bis Hallmark Bentley offiziell verlassen kann. Zudem soll Felisa weiterhin die Einführung neuer Aston-Martin-Produkte beaufsichtigen.

Bei Aston Martin wartet auf Hallmark viel Arbeit. Das Luxusfabrikat, das zu keinem Automobilkonzern gehört (Geely hält seit einigen Jahren aber einen größeren Anteil), gilt seit Jahren als wirtschaftlich angeschlagen. Die Vorstandschefs wechselten in schöner Regelmäßigkeit. So wurde der langjährige Nissan-Manager And Palmer (bis 2020) ebenso verschlissen wie der Ex-AMG-Chef Tobias Moers (bis 2022). Spiritus Rector war in den letzten Jahren der kanadische Milliardär Lawrence Stroll, dem der Formen-1-Rennstall Aston Martin F1 gehört, für den wiederum sein Sohn Lance Stroll aktiv ist.

Zuletzt hatte sich die wirtschaftliche Situation von Aston Martin allerdings gebessert: Der Umsatz war 2023 im Vergleich zu 2022 um 18 Prozent auf 1,63 Millionen Euro gestiegen, der operative Verlust sank von 107 Millionen britische Pfund auf 80 Millionen Pfund (derzeit 93 Mio. Euro).

Lawrence Stroll, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Autobauer ist, lobte Amedeo Felisa für die zurückliegende Phase des Wachstums bei Aston Martin. Er habe das Unternehmen dem Ziel näher gebracht, „die begehrteste britische Performance-Luxusmarke der Welt zu werden“. Hallmark werde nun seine Erfahrung sowohl in der Ultraluxusbranche als auch in der britischen Automobilindustrie einbringen, „um unsere Strategie voranzutreiben und die jüngste Dynamik fortzusetzen“.

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