Berufsbildungskongress: Mit Ausbildung die Zukunft bewegen

Redakteur: Johannes Büttner

Der siebte Berufsbildungskongress des Deutschen Kfz-Gewerbes lieferte neue Impulse für die Aus- und Weiterbildung. Ausbildungsverantwortliche aus Betrieben, Innungen und Schulen diskutierten in Vorträgen und Fachforen.

Das Thema Ausbildung ist im Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe nach wie vor von großer Bedeutung. Das bewies die siebte Auflage des Berufsbildungskongresses des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. ZDK-Präsident Robert Rademacher und die Geschäftsführerin für den Bereich Berufsbildung, Birgit Behrens, konnten am 15. und 16. Mai rund 350 Teilnehmer in Bad Wildungen begrüßen, darunter auch 70 Auszubildende.

„Bei der ersten Auflage unseres Kongresses im Jahr 1997 war die Lage des Kfz-Gewerbes eine ganz andere; aber das Thema Nachwuchsarbeit bleibt zeitlos aktuell“, betonte Rademacher in seinem Grußwort. Die Branche sei sich ihrer Verantwortung bewusst und halte ihr Engagement aufrecht. Das Kfz-Gewerbe habe sich ein herausragendes Ausbildungsimage erarbeitet, von dem es nun im zunehmenden Konkurrenzkampf mit anderen Branchen um die besten Schulabgänger profitieren könne. Und auf hervorragenden Berufsnachwuchs könne das Gewerbe gerade in schwierigen Zeiten nicht verzichten.

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Eine wertvolle Hilfe im Kampf um die besten Jugendlichen ist seit 25 Jahren die Nachwuchsförderungskampagne, deren Arbeit Dieter Berens vorstellte. 34 Mitglieder, neben dem ZDK hauptsächlich Hersteller und Importeure, interessieren und begeistern Schüler für das Kfz-Gewerbe. Die gemeinsame Arbeit über Markengrenzen hinweg hat für eine dauerhafte Verbesserung des Images der Autoberufe gesorgt, die ein Hersteller allein niemals hätte bewirken können.

Wie tickt die Generation Internet?

Einen Einblick in das Objekt aller Ausbildungsbemühungen vermittelte Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employabiltiy in Ludwigshafen den Teilnehmern: In ihrem Vortrag „Die Generationen Game und Internet und ihre Auswirkungen“ lieferte sie Antworten auf die Frage, wie die heutigen Jugendlichen „ticken“.

Die Generationen der zwischen 1975 und 1995 geborenen zeichnen sich laut Prof. Rump durch eine hohe Leistungsorientierung aus. Aber Arbeit sei für sie kein Selbstzweck, sondern müsse Spaß machen und einen Sinn haben. Entscheidend sei für sie außerdem, dass sich der Beruf mit Familie und Freizeit vereinbaren lasse. Wenn diese Bedingungen aber erfüllt sind, seien die heutigen Jugendlichen so leistungsbereit wie keine Genration vor ihnen.

In der globalisierten Welt seien die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen der letzte Sicherheitsanker, auf den sich die jungen Leute noch verlassen könnten. Den Grundstein dafür müssten sie in der Schule und mit einer guten Ausbildung legen. Aber ein gutes Fundament allein reiche nicht mehr ein Leben lang. Jeder Einzelne müsse sich ständig weiterentwickeln und weiterbilden, sein Arbeitgeber müsse ihn dabei unterstützen.

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