VW Golf Besser bedienbar

Quelle: sp-x 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

VW spendiert seinem Bestseller zum 50. Geburtstag ein Update mit vielen Neuerungen. Künftige Kunden können unter neun Antriebsvarianten wählen – darunter ein Plug-in-Hybrid, der für gut 100 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein kann.

VW hat den Golf umfangreich überarbeitet.(Bild:  VW)
VW hat den Golf umfangreich überarbeitet.
(Bild: VW)

Auch im vergangenen Jahr war der VW Golf mit rund 81.000 Einheiten wieder das meistverkaufte Auto in Deutschland. Seine Zulassungszahlen schrumpfen zwar Jahr für Jahr. Aber gegen die hauseigene Konkurrenz der SUV-Modelle Tiguan und T-Roc und gegen die E-Autos von VW konnte sich die Ikone in der Gunst der Kunden knapp behaupten. Nach vier Jahren kommt jetzt bei nahezu unveränderten Abmessungen eine weitreichende Weiterentwicklung mit vielen Details. „Mehr Effizienz, Komfort, Wertigkeit und ein neues Bedienkonzept. Mehr Golf geht nicht“, sagt Markenchef Thomas Schäfer.

In der Tat haben die Ingenieure aus Wolfsburg aus Fehlern beim derzeitigen Golf 8 und der Kundenkritik gelernt. Ein Beispiel hierfür sind die „Touchslider“ genannten Schieberegler für Temperatur- und Lautstärkeeinstellung. Sie sind jetzt besser bedienbar und vor allem endlich wieder beleuchtet. Das Herzstück ist der schwebend angebrachte 12,9-Zoll-Zentralmonitor (10,4 Zoll im Basismodell).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Umfangreiche Anpassungen im Cockpit

Die Software wurde komplett neu gestaltet, die Prozessoren arbeiten schneller als bisher. Wichtige Funktionen sind jetzt in einer oberen Touchpad-Leiste gebündelt, auf der oft benutzte Apps direkt angewählt werden können. Das bislang umständliche Suchen auf dem Display entfällt. Die untere Drucktasten-Reihe dient dem direkten Zugriff auf Klima und Sitzheizung. Verbessert wurde auch die Spracherkennung.

Der zweite Bildschirm (10,2 Zoll) hinter dem Lenkrad kann frei gestaltet werden. So werden entweder klassische Rundinstrumente optisch nachempfunden oder wichtige Infos in Kacheln dargestellt. In den Raum dazwischen kann zum Beispiel die Navi-Karte des Zentraldisplays gespiegelt werden. Auch ein Head-up-Display ist bestellbar.

All die Elektronik ist verknüpft mit einer Fülle von Assistenzsystemen. Neu ist das ferngesteuerte Ein- und Ausparken per Handy-App, bei dem der Fahrer sein Auto von außen in eine enge Parklücke oder in die schmale Garage bugsiert. Im neuen „Area-View“ erscheint auf dem Monitor ein Live-Bild des Autos aus der Vogelperspektive, virtuell erzeugt durch das Zusammenschalten von drei Kameras.

Neun verschiedene Antriebsvarianten

Aufhorchen lässt auch die Vielfalt des Angebots im Motorraum. Gestartet wird mit vier 1,5-Liter-Benzinern, die für Limousine und den Variant genannten Kombi zur Verfügung stehen. Die Basismodelle mit Handschaltung leisten 85 kW/115 PS oder 110 kW/150 PS. Gleich große Triebwerke können auch mit einem Mild-Hybrid-System kombiniert werden. An Bord sind dann ein 48-Volt-Bordnetz und Zylinderabschaltung. Eine kleine Zusatzbatterie übernimmt die Versorgung des Startergenerators.

Das Ergebnis soll ein deutlich geringerer Verbrauch sein, über dessen Daten VW noch nichts preisgibt. Bekannt ist aber, dass die „milden“ Hybride serienmäßig über eine Siebengang-DSG-Automatik geschaltet werden. Erst ab 2025 ist dann der 2,0 TSI mit Allradantrieb zu haben. Er ist stärker als das heutige Modell mit diesem Kürzel, leistet dann 150 kW/204 PS. Mit Zwei-Liter-Motoren mit 85 kW/115 PS oder 110 kW/150 PS warten zwei Varianten auf die Dieselfans.

Plug-in-Hybrid fährt 100 Kilometer rein elektrisch

Wer zumindest zeitweise rein elektrisch fahren will, kommt an den beiden Hybridmodellen nicht vorbei. Sie kombinieren den schon erwähnten 1,5-Liter-Benziner mit einer Batterie für die Stromversorgung des E-Motors, die fast 20 kWh speichert und für eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern sorgt. Zusammen kommen die beiden Herzen auf 150 kW/204 PS. Geladen werden kann an der Wallbox, öffentlichen Wechselstrom-Zapfstellen mit bis zu 11 kW (bisher waren es nur 3,6 kW), aber auch an einer DC-Schnellladesäule mit bis zu 50 kW.

Die gleiche Technik nutzt der neue „Super-Hybrid“ mit dem Kürzel GTE. Mit 200 kW/272 PS ist er der Champion auf dem Golfplatz. Damit stellt er sogar den klassischen GTI mit seinem Zwei-Liter-Benziner in den Schatten, der zwar um 10 kW/14 PS auf 195 kW/265 PS zulegt, aber dem Teilzeitstromer gegenüber das Nachsehen hat.

Preise noch nicht bekannt

Wer nach äußeren Merkmalen der neuen Golf-Generation sucht, wird vor allem nachts fündig: Er sieht neue Rückleuchten mit LED-Technik sowie LED-Scheinwerfer, die in Richtung des VW-Logos deutlich schmaler werden. Wer sich gegen Aufpreis für die prägnanteren „Performance“-Leuchten oder gar für die futuristischen „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“ (bis zu 500 Meter weites Fernlicht) entscheidet, bekommt ein besonderes Bonbon. Eine LED-Querspange sorgt für einen weiteren Aha-Effekt. Erstmals wird dann auch das Markenzeichen als neues Erkennungszeichen beleuchtet.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Genaue technische Daten behält VW derzeit noch für sich. Die Auslieferung soll aber noch im ersten Quartal des Jahres beginnen. Auch die Preise der vier Ausstattungsvarianten bleiben ein Rätsel. Das Basismodell startet derzeit bei 29.275 Euro. Zu erwarten ist eine leichte Erhöhung, die wegen der vielen Innovationen an die 30.000-Euro-Marke heranrücken könnte.

(ID:49884956)