BMW-Autohaus Ungeheuer verlagert die Dialogannahme ins Netz

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Ein weiterer wichtiger digitaler Servicebaustein ist bei Ungeheuer die Onlineterminvereinbarung. Ein Angebot, das man in Karlsruhe erfolgreich bei den Kunden platziert. Wie Jaust erklärt, würden bereits über fünf Prozent der Kundschaft ihre Termine online buchen. Ein Wert, auf dem man bei dem Traditionsunternehmen zu Recht stolz ist. Dabei zahlt sich das hohe Engagement der Karlsruher im Marketing aus: Der Service wird über Social Media, Hinweise auf den Rechnungen und in der telefonischen Warteschleife des Betriebs beworben. Zudem gibt es auf der Instagram- und Facebook-Seite des Autohauses einen Film, der zeigt, wie die Onlinebuchung funktioniert.

Über das Buchungsportal steht den Kunden ein breites Angebot an Dienstleistungen zur Auswahl – von der Hauptuntersuchung bis zur Fahrzeugaufbereitung, vom Wunschtermin bis zur Wahl des Serviceberaters. Ist ein Ersatzfahrzeug gewünscht, kann man dies auch wählen – egal ob E-Bike oder Pkw.

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Das Besondere am Ungeheuer-Konzept: Werkstatttermine und Mitarbeiter sind mit dem hauseigenen System gekoppelt. Die vom Kunden gebuchten Termine sind Jaust zufolge demnach unmittelbar im Werkstattablauf eingeplant. Das Servicepersonal prüft lediglich die gebuchten Leistungen, um mögliche Fehler auszuschließen. Letztlich schließt sich auch hier wieder der Kreis zum Thema Transparenz: Wer seinen Termin online bucht, kann über das System auch den Status seiner Reparatur nachverfolgen.

Dass man bei Ungeheuer Automobile den Blick fest nach vorne gerichtet hat, zeigt sich auch im Marketing. Auch hier testet man über ein Pilotprojekt neue Vertriebschancen im Servicemarkt. Wie der Geschäftsführer erklärt, will man so ermitteln, wie man neue Kunden identifizieren und für sich gewinnen kann. Als Basis dienen hierfür KBA-Daten aus dem eigenen Marktgebiet, die zeigen, welche Modellgruppen mit welchen Baujahren zugelassen sind. Dem stellt man bei Ungeheuer Automobile den eigenen Datenpool gegenüber. Wie Schaffer erklärt, will man so die Höhe des eigenen Marktanteils ermitteln. Ziel sei es, daraus Marketingkampagnen abzuleiten, um mehr Fahrzeuge für das Servicegeschäft zu gewinnen.

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