BMW-Chef: Direktverkäufe nehmen massiv zu
BMW erwartet, dass der Direktvertrieb stark an Bedeutung gewinnt. Käufer würden auf die Angebote des Handels verzichten, so BMW-Chef Harald Krüger. Als Beispiel nannte er Probefahrten. Er warnte, die Geschwindigkeit der Entwicklung zu unterschätzen.

Der Direktvertrieb gewinnt in den nächsten Jahren für die Hersteller wesentlich an Bedeutung. „Die Direktverkäufe nehmen massiv zu“, sagte BMW-Chef Harald Krüger auf dem 17. Car-Symposium der Universität Duisburg-Essen. „Häufig wird die Entwicklungsgeschwindigkeit deutlich unterschätzt.“
Noch steckt der Direktvertrieb an Endverbraucher, den der Münchner Premiumhersteller anbietet, in den Kinderschuhen. Nach einem Rückschlag mit dem Direktvertrieb der Submarke BMW i in Deutschland sammelt der Hersteller nun Erfahrungen in anderen Ländern.
Krüger verwies auf ein sich gut entwickelndes Projekt in Großbritannien, wo der Onlinehandel grundsätzlich an Bedeutung gewinnt. Dort verzichte eine größere Käufergruppe auf die traditionellen Angebote des Handels. „Eine einstellige Prozentzahl will keine Probefahrten mehr machen“, berichtete der BMW-Chef.
In China habe die Marke gute Erfahrungen mit dem Online-Angebot von Probefahrten für die Marke Mini gemacht. „Die Interessenten haben uns förmlich überrannt“, sagte Krüger. „Wir sind logistisch nicht hinterhergekommen.“
Krüger sprach vor rund 1.100 Teilnehmern des Car-Symposiums in Bochum. Laut Veranstalter zählte das diesjährige Symposium mehr als 100 Partnerunternehmen aus der Automobilindustrie.
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