Assistenzsysteme Gemeinsam entwickelte ADAS-Plattform von Qualcomm und BMW

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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BMW und Qualcomm stellen auf der IAA in München ein gemeinsam entwickeltes System für automatisiertes Fahren vor. Der Zulieferer kann die Plattform jedoch eigenständig vermarkten.

Das Präsentationsfahrzeug für den „Snapdragon Ride Pilot“ auf der IAA Mobility 2025.(Bild:  Grimm – VCG)
Das Präsentationsfahrzeug für den „Snapdragon Ride Pilot“ auf der IAA Mobility 2025.
(Bild: Grimm – VCG)

Qualcomm und BMW präsentieren zur IAA Mobility 2025 ihr gemeinsam entwickeltes System für automatisiertes Fahren. Das „Snapdragon Ride Pilot“ genannte System soll im neuen BMW iX3 debütieren und anschließend allen Herstellern angeboten werden. 1.400 Entwickler aus fünf Ländern arbeiteten seit dem Jahr 2021 an dem System, nennt der Zulieferer Zahlen zu den aufgebrachten Ressourcen. Das System kombiniere Qualcomms Chips mit einem Software-Stack, den beide Unternehmen gemeinsam entwickelten.

BMW hat die technische Plattform für das automatisierte Fahren gemeinsam mit Qualcomm entwickelt.(Bild:  BMW)
BMW hat die technische Plattform für das automatisierte Fahren gemeinsam mit Qualcomm entwickelt.
(Bild: BMW)

Die Skalierbarkeit der Plattform reiche von einfachen Single-Kamera-Systemen bis zu Multi-Sensor-Konfigurationen für Level-2+-Funktionen. Das System lernt über ein cloudbasiertes „Daten-Flywheel“ aus globalen Fahrzeugflotten.

Der BMW iX3 fungiert als Demonstrator, der die Leistung der Snapdragon-Plattform zeigen soll. Das Fahrzeug nutzt eine zentrale Recheneinheit mit 20-mal höherer Leistung als die Vorgängergeneration, heißt es weiter. Funktionen wie kontextuelle Spurwechsel und freihändiges Fahren auf Autobahnen sollen den Komfort erhöhen.

So haben wir die IAA 2025 gesehen
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Kommunikationschip für V2X

Das System im iX3 verwendet eine einheitliche Architektur, die eine Vielzahl von hochauflösenden 8-Megapixel- und 3-Megapixel-Kameras sowie Radarsensoren umfasst. Diese werden durch hochauflösende Karten und einer präzisen GNSS-Lokalisierung ergänzt. Das Modell hat zudem einen V2X-200-Chipsatz von Qualcomm, um die Kommunikation zwischen Fahrzeug und anderen Geräten (V2X) zu ermöglichen.

Interessant ist auch die Lizenzstruktur: Obwohl BMW als Co-Entwickler fungierte, kann Qualcomm die Plattform eigenständig vermarkten – an OEMs und Tier-1-Lieferanten.

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