Abgasuntersuchung „AÜK ist ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss“

Das Gespräch führten Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow , Doris S. Pfaff und Wolfgang Michel 5 min Lesedauer

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Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün bringt als neuer Oberster Leiter der Inspektionsstelle viel Praxiserfahrung mit. Im Interview erklärt er, was das System für den Alltagsbetrieb noch braucht und warum die Betriebe an der AU festhalten sollten.

Detlef Peter Grün: „Wir dürfen auf keinen Fall ein System bauen, bei dem der Betrieb nachher nur noch damit beschäftigt ist zu schreiben und zu katalogisieren.“(Bild:  Meike Böschemeyer)
Detlef Peter Grün: „Wir dürfen auf keinen Fall ein System bauen, bei dem der Betrieb nachher nur noch damit beschäftigt ist zu schreiben und zu katalogisieren.“
(Bild: Meike Böschemeyer)

Redaktion: Durch gesetzliche Vorgaben brauchte es eine Oberste Leitung für die Inspektionsstelle des Zentralverbandes des Kraftfahrzeughandwerks. Diese Funktion haben Sie neben ihren Aufgaben als Bundesinnungsmeister übernommen. Warum?

Detlef Peter Grün: Das ist ganz einfach: Seit es die Sicherheitsprüfung (SP) und die Abgasuntersuchung (AU) gibt, habe ich beide in meinem Betrieb durchgeführt und darf das immer noch. Diese Funktion setzt sehr großes Fachwissen voraus. Dieses hilft mir jetzt, das „Betriebssystem“ AÜK (Akkreditierte Überprüfung im Kraftfahrzeug-Gewerbe – die Redaktion) für die Innungen und Landesverbände nutzbar zu machen. Ich sehe AÜK immer noch als Rohdiamanten, der geschliffen werden muss. Und das geht eben nur aus der Praxis heraus, sprich im Kontakt mit den Inspektoren und den Landesverbänden. Von denen kommen auch wichtige Rückmeldungen: Dort drückt der Schuh, hier müssen wir noch was ändern. Das System schläft nicht. Und da ist es von Vorteil, sich mit ihm auszukennen und dabei auch die Interessen der Betriebe zu vertreten, die die SP, die AU oder die Gasanlagenprüfung (GAP) durchführen.