BYD China-Marke senkt nach Förder-Aus für E-Autos Listenpreise

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Mancher Hersteller zahlt nach dem Förder-Aus die ursprünglich staatliche Prämie für E-Autos vorerst aus eigener Tasche. BYD geht einen anderen Weg und senkt Listenpreise – je nach Modell um bis zu 15 Prozent. Ist das eine neue Stufe im Preiskampf bei E-Autos?

Der Atto 3 ist BYDs Bestseller in Deutschland.(Bild:  BYD)
Der Atto 3 ist BYDs Bestseller in Deutschland.
(Bild: BYD)

Der chinesische Elektroauto-Hersteller BYD senkt die Listenpreise seiner drei wichtigsten Modelle. Wie das Unternehmen mitteilte, kosten das SUV Atto 3, der kompakte Dolphin und die Limousine Seal künftig zwischen 2.500 und 7.000 Euro weniger. Die Preissenkung sei eine Reaktion auf den Wegfall der Umweltprämie, heißt es in der Mitteilung. Die Preise der beiden größeren BYD-Modelle Tang und Han bleiben gleich. Sie kosten beide knapp über 70.000 Euro. Für die anderen Modelle gelten künftig folgende Preise:

Jan Grindemann, COO beim BYD-Importeur Hedin Electric Mobility hatte im Dezember im Interview mit »kfz-betrieb« weitreichende Senkungen der Listenpreise noch ausgeschlossen und stattdessen angekündigt, die Nachfrage vor allem mit günstigen Leasingraten ankurbeln zu wollen. Zum Zeitpunkt des Interviews hatte sich das plötzliche Förder-Aus in Deutschland jedoch noch nicht abgezeichnet.

Der plötzliche Stopp der Umweltprämie Mitte Dezember war für viele Hersteller ein zusätzlicher Dämpfer, nachdem die E-Auto-Nachfrage zuletzt ohnehin geschwächelt hatte. Viele haben daraufhin angekündigt, den ursprünglich staatlichen Teil der Umweltprämie zusammen mit ihren Händlern für die Kunden noch eine Weile zu übernehmen.

Andere Hersteller arbeiten bereits mit Rabatten für E-Autos

Dennoch sind E-Autos gegenüber vergleichbaren Verbrennern in der Anschaffung noch deutlich teurer. Mit zusätzlichen Rabatten gingen zuletzt unter anderem VW und Dacia in die Offensive. Mit Listenpreissenkungen sind die Hersteller bislang jedoch vorsichtig.

BYD ist in Deutschland seit etwa einem Jahr am Markt aktiv. 2023 verbuchte das Kraftfahrt-Bundesamt 4.100 Neuzulassungen. Der bei Weitem größte Teil davon entfiel auf den Atto 3. Weltweit verkaufte BYD im vergangenen Jahr etwas mehr als drei Millionen Fahrzeuge und sieht sich damit als größter Elektroautohersteller. Allerdings rechnen die Chinesen ihre Plug-in-Hybride mit dazu. Betrachtet man nur die reinen E-Autos, hat Tesla mit 1,8 Millionen weltweit verkauften Einheiten die Nase vorn. Bei BYD standen im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Stromer in der Absatzbilanz.

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