Chevrolet: „Marktanteil ist nicht alles“

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Wann geht es beim Trax los?

Die ersten Autos werden Ende April beim Handel ankommen, das Gros dann im Mai. Der Trax startet ab 16.990 Euro. Mit der Preisgestaltung sind wir sehr wettbewerbsfähig. Es gibt französische und asiatische Wettbewerber im Segment, die liegen im Schnitt bis zu 10.000 Euro über unseren Preisen. Insofern bin ich für das Auto sehr zuversichtlich. Auch weil das Auto gut zu uns passt – Chevrolet ist eine SUV-Marke.

Wird es in Sachen Verfügbarkeit ähnlich sein wie derzeit beim Mokka? Etwa acht Monate Lieferzeit?

Nein, das sehe ich nicht so. Wir haben unseren Forecast für dieses Jahr abgegeben und unsere Allokationen gesichert, so dass es zu keinen Engpässen kommen dürfte. Sollte die Nachfrage aber so groß sein, dass es zu Lieferzeiten kommt, bedaure ich das zwar, freue mich aber andererseits auch – dann müssen wir eben nachjustieren. Das ist allerdings nicht eine Frage des Autos, sondern des Marktes.

Was tun Sie für Ihre kleinen Modelle, die gerade nicht so gut laufen?

Wir haben bereits etwas getan. Wir haben sowohl den Spark als auch den Aveo vom Preis her neu positioniert. Der Spark zum Beispiel fängt jetzt bei 8.990 Euro an [Anm. der Red.: 500 Euro billiger als zuvor]. Das tut beiden Modellen gut. Zusätzlich haben wir beim Spark Modellpflege betrieben. Das A-Segment wächst im Moment nicht organisch, weil mehr Hersteller neue Modelle in das Segment reinbringen. Das heißt, der Wettbewerb wird stärker, und solange der Markt schrumpft, werden die Kuchenstücke kleiner. Darauf haben wir uns bereits eingestellt. Der Spark hat nach wie vor einen hohen Stellenwert bei uns.

Die Finanzierungsrate des Spark hat sich aber nicht verbilligt …

Richtig. Die Rate musste sich ja auch nicht verändern. Das Angebot ist transparent und wird sehr gut nachgefragt. Es muss keine Anzahlung geleistet werden – bei einem sehr guten Zinssatz. Ich bin ein großer Freund davon, Endkundenprogramme so stark wie möglich zu machen, aber ich weiß auch, dass der Handel in der heutigen Zeit auch Geld verdienen muss, deswegen haben wir die Händlerrendite optimiert.

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Die nächste Frage haben wir aus dem Vorjahr übernommen – auch damals gab es für den Captiva im Internet exakt 31 Prozent Rabatt. Warum greifen Sie den disziplinierteren Händlern nicht zum Beispiel mit einem Kundentreuebonus unter die Arme, um so etwas einzudämmen?

Vieles ist denkbar. Aber es sind nun mal freie Unternehmer, die sich entschieden haben, so etwas zu tun. Das gefällt mir nicht, aber es ist legal. Und bevor wir da regulierend eingreifen, setze ich darauf, dass die angesprochenen Händler dies unter sich klären.

Das Flottengeschäft bei Chevrolet hat sich im letzten halben Jahr positiv entwickelt …

Dieses Geschäft kommt langsam, aber sicher in Gang. Nicht zuletzt durch den Cruze Kombi. Es spricht sich jetzt langsam herum, dass wir dieses Auto haben und dass es gut ist. Mit dem 1,4-Liter-Turbo und dem 1,7-Liter-Turbodiesel haben wir zwei attraktive Motoren in das Auto eingebaut, die es noch wirtschaftlicher machen. Und das fängt nun langsam an, auch Früchte zu tragen.

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