Fiktiver Nuklear-Hersteller China-Marke Proto X existierte nur am 1. April

Von Dr. Martin Achter 1 min Lesedauer

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In den 1950er-Jahren gab es die Idee atomgetriebener Autos wirklich – sie wurde aber wohl aus vielen Gründen nie Realität. Die China-Marke Proto X, über die »kfz-betrieb« am 1. April 2025 berichtete, war allerdings nur eine anlassbezogene Erfindung.

Die chinesische Automarke Proto X mit ihrem atomgetriebenen Kleinstwagen Nano, über die »kfz-betrieb« am 1. April 2025 berichtete, existierte nur für diesen einen Tag – und hier auch nur gedanklich. Es handelte sich um eine Erfindnung der Redaktion aufgrund des alljährlichen Anlasses.(Bild:  KI-generiert/Microsoft Copilot)
Die chinesische Automarke Proto X mit ihrem atomgetriebenen Kleinstwagen Nano, über die »kfz-betrieb« am 1. April 2025 berichtete, existierte nur für diesen einen Tag – und hier auch nur gedanklich. Es handelte sich um eine Erfindnung der Redaktion aufgrund des alljährlichen Anlasses.
(Bild: KI-generiert/Microsoft Copilot)

Ein E-Kleinstwagen mit theoretischen 20.000 Kilometern Reichweite: Zu schön, um wahr zu sein. Zum 1. April 2025 berichtete »kfz-betrieb« über das vermeintlich neue China-Fabrikat Proto X, das angeblich 2026 mit einem atomgetriebenen E-Kleinstwagen und bis zu 150 Händlerpartnern auf dem deutschen Markt starten wollte. Alles natürlich nur Erfindung! Aber die Redaktion erreichten trotzdem durchaus Interessenbekundungen aus dem Handel hinsichtlich einer Zusammenarbeit und auch sonst manche erstaunte Rückmeldung.

Ein E-Kleinstwagen zu einem Preis von 18.000 Euro, sehr guter Ausstattung und besagter Reichweite wäre natürlich für viele Käufer interessant – und würde für Hersteller wie VW scharfen Wettbewerb im Volumengeschäft bedeuten. Aber der im Artikel beschriebene Antrieb zeigte doch viele Ungereimtheiten. Warum etwa wird Bezug genommen auf eine Antriebsbatterie, die 330 Kilometer Reichweite verheißt, wenn der Reaktor an Bord doch eigentlich bis zu 20.000 Kilometer erlaubt? Und warum braucht es dann eigentlich die Swap-Stationen? Da wäre doch ein Werkstattaufenthalt sinnvoller.

Insgesamt wirkt die Idee eines atomgetriebenen Autos aberwitzig. Man mag sich nur einmal vorstellen, welche Risiken im Straßenverkehr mit einer solchen Technologie verbunden wären, etwa bei Unfällen. Und natürlich gibt es auch die Bundesstelle für kerntechnologische Mobilitätssicherheit (BKMS) gar nicht, die die Fahrzeugtechnologie überprüfen sollte. Aus all diesen Gründen bedarf es auch keiner entsprechenden Qualifizierung des Werkstattpersonals in Kfz-Betrieben mit einer Zertifizierung „Nukleartechniker im Kfz-Betrieb“.

Trotzdem: Die Idee atomgetriebener Autos existierte einst wirklich. Wir haben hier einen Text in unserem Archiv gefunden, der die Entwicklung beschreibt.

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