Bericht Chinesische Hersteller sollen Neuwagen als Gebrauchte exportiert haben

Von Andreas Wehner 1 min Lesedauer

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Kreative Exportstrategien chinesischer Automobilhersteller: Neuwagen sollen als gebrauchte Fahrzeuge unter anderem nach Russland, Zentralasien und in den Nahen Osten gelangt sein, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

Chinesische Automobilhersteller sollen Neuwagen als Gebrauchtfahrzeuge über verschiedene Kanäle und in unterschiedliche Länder exportiert haben.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Chinesische Automobilhersteller sollen Neuwagen als Gebrauchtfahrzeuge über verschiedene Kanäle und in unterschiedliche Länder exportiert haben.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Chinesische Autobauer sollen einem Bericht zufolge neue Fahrzeuge als Gebrauchtwagen ins Ausland verkauft haben. Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf staatliche Dokumente und Gespräche mit Händlern und Exporteuren meldete, würde neue Autos schon seit Jahren direkt vom Fließband weiterverkauft, registriert und dann als „gebraucht“ ins Ausland verschifft.

Hauptmärkte für diese sogenannten „Null-Kilometer-Fahrzeuge“ seien Russland, Zentralasien und der Nahe Osten. Ein Berater chinesischen Autohändlerverbands CADA geht dem Bericht zufolge davon aus, dass 90 Prozent der 436.000 im vergangenen Jahr exportierten Gebrauchtwagen solche Null-Kilometer-Fahrzeuge waren.

Der Hintergrund: Die Werke chinesischer Hersteller produzieren mehr Autos als die Unternehmen verkaufen können. Nur durch dieses Vorgehen hätten die Autobauer ihr Wachstum aufrechterhalten können, heißt es in dem Bericht. Bei Exporten soll es sich vor allem um Verbrenner handeln, die auf dem Heimatmarkt nur noch schwer zu verkaufen sind.

„Dies ist das Ergebnis eines fast vierjährigen Preiskriegs, der die Unternehmen dazu bringt, verzweifelt jeden möglichen Verkauf zu verbuchen“, zitierte Reuters Tu Le, der die Beratungsfirma Sino Auto Insights betreibt.

Dem Bericht zufolge deuteten allerdings Unterlagen darauf hin, dass Lokalregierungen die Praxis fördern würden. Denn sie stehen unter Druck, die ambitionierten Wachstumsziele der Regierung in Peking zu erreichen. Weder die genannten Provinzbehörden noch die Regierung in Peking seien laut Reuters für Stellungnahmen erreichbar gewesen. Regierungsnahe Medien hätten die Praxis allerdings kritisiert.

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