Contitech: Zahnriemenwechsel beim Ford Focus

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Beim Wechsel des Zahnriemens werden oft Fehler gemacht, warnt der Zulieferer Contitech. Deshalb gibt das Unternehmen detaillierte Arbeitsanleitungen aus – wie hier für den Ford Focus 2,0 16 V.

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Contitech erklärt den Zahnriemenwechsel beim Ford Focus.
Contitech erklärt den Zahnriemenwechsel beim Ford Focus.
(Foto: Contitech)

Beim Wechsel des Zahnriemens werden oft entscheidende Fehler gemacht. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, gibt der Zulieferer Contitech Monteuren detaillierte Installationshilfen an die Hand. Schritt für Schritt wird hier der korrekte Austausch des Riemens erklärt. Das folgende Beispiel bezieht sich auf einen Ford Focus 2,0 16 V mit dem Motorcode EDDB, EDDC oder EDDD.

Der Hersteller empfiehlt eine Überprüfung und gegebenenfalls den Wechsel des Zahnriemens und der Spannrolle bei 160.000 km oder nach zehn Jahren. Gleichzeitig mit dem Zahnriemen sollten die Spann- und Umlenkrollen und die Wasserpumpe erneuert werden, rät Contitech. Zwar wird die Wasserpumpe über den Keilrippenriemen und nicht über den Zahnriemen angetrieben. Allerdings ist bei diesem Motor die Wasserpumpe hinter dem Zahnriementrieb angebaut und die Umlenkrolle des Zahnriemens an der Wasserpumpe befestigt.

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Sollte die Wasserpumpe später ausfallen, muss der ganze Prozess mit neuen Teilen erneut durchgeführt werden, da Ford in diesem Fall die Weiterverwendung von gebrauchten Zahnriemen untersagt hat. Die gesamte Arbeitszeit beträgt 2,2 Stunden.

Monteure benötigen für den Wechsel folgende Spezialwerkzeuge:

  • Nockenwellen-Fixierwerkzeug: OE (303-376)
  • Kurbelwellen-Fixierwerkzeug: OE (303-574)
  • Gegenhalter: OE (205-072)

Vorbereitende Arbeiten

Das Fahrzeug anhand des Motorcodes identifizieren. Fahrzeugbatterie abklemmen.

Wichtige Hinweise: Kurbel- und Nockenwelle nicht bei abgenommenen Zahnriemen drehen. Den Motor nur in normaler Drehrichtung drehen (rechtsherum), es sei denn, es ist anders beschrieben. Den Motor nur am Kurbelwellenrad und nicht an anderen Zahnrädern drehen. Alle Anzugsmomente der Fahrzeughersteller beachten.

Nun das Fahrzeug vorn aufbocken und abstützen, sodass das vordere Motorlager entlastet ist. Ausbauen: Servolenkungsvorratsbehälter (die Schläuche nicht lösen), Aggregateriemen, den Kühlmittelausgleichsbehälter (Schläuche brauchen nicht gelöst werden), die Riemenscheibe der Wasserpumpe, den oberen und unteren Steuergehäusedeckel, das vordere Motorlager (dazu den Motor abstützen). Den mittleren Steuergehäusedeckel, Zündkerzen, Wärmeschutzblech, Schlauch für die Kurbelgehäuseentlüftung und den Ventildeckel (Lösereihenfolge beachten! Von außen nach innen überkreuz losschrauben.)

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