Coronakrise: Freie Werkstätten mit mildem Verlauf

Autor / Redakteur: Jakob Schreiner / Jakob Schreiner

Von der anfänglichen Schockstarre und den Umsatzeinbrüchen erholen sich viele Werkstätten erstaunlich gut. Trotzdem ist es zu früh, Entwarnung zu geben. Denn ähnlich wie beim Verlauf einer Covid-19-Erkrankung müssen sich die Betriebe möglicherweise mit einigen Spätfolgen herumschlagen.

(Bild: © guruXOX - stock.adobe.com)

Die Nachricht von der Schließung aller ATU-Filialen kam dann doch überraschend. Obwohl die Kfz-Werkstätten von der Politik ausdrücklich als systemrelevant klassifiziert wurden, machte die Weidener Werkstattkette Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie und des Inkrafttretens der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sämtliche Filialen dicht und stellte den Kfz-Service vorübergehend ein.

Während man bei ATU erst mal die Notbremse zog, um ein Konzept für den „Werkstatt-Notbetrieb“ auszutüfteln und so die Filialen wieder sukzessive öffnen zu können, blieben die allermeisten Kfz-Werkstätten durchgehend geöffnet. Dabei war auch bei ihnen die Verunsicherung groß, wie das Stimmungsbarometer der Branchenindexbefragung (BIX) vom April 2020 belegt. »kfz-betrieb« befragt hierbei monatlich jeweils 100 Vertragspartner und 100 freie Servicebetriebe zu ihrer aktuellen Lage. Mit den mittlerweile eingetretenen Lockerungen in weiter Ferne fiel die Stimmung damals auf den niedrigsten Wert seit der Wirtschaftskrise 2008; ein entsprechend düsteres Bild zeichneten die 200 befragten Inhaber von ihrer Istsituation und der Zukunft.