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Coronakrise: Frühjahrsputz im Lockdown

| Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Spurlos vorbeigerauscht ist der wochenlange Lockdown an keinem Autohaus. Doch es gibt Handelsbetriebe, die die Zwangspause sinnvoll genutzt haben, um sich neu zu sortieren und womöglich sogar gestärkt aus der Krise zu kommen.

Nach vielen Wochen Ausnahmezustand konnten die Autohäuser in der zweiten Aprilhälfte wieder ihre Showrooms öffnen.
Nach vielen Wochen Ausnahmezustand konnten die Autohäuser in der zweiten Aprilhälfte wieder ihre Showrooms öffnen.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Für den Geschäftsführer des einen oder anderen Autohauses muss es sich angefühlt haben wie das Durchschneiden des symbolischen Bands bei der Neueröffnung ihres Betriebs: In der zweiten Aprilhälfte durften sie die meist rot-weißen Absperrbänder, die um die Fahrzeuge in ihren Schauräumen und um die Kundenwartezone herum gespannt waren, endlich entfernen und – von der Maskenpflicht, den Plexiglasscheiben und Desinfektionsspendern mal abgesehen – ihr normales Geschäft wieder aufnehmen. Wie tief sind die Spuren, die der je nach Bundesland sechs- bis siebenwöchige Corona-Lockdown hinterlassen hat? Was sind die Erkenntnisse aus der Krise? Hat sie womöglich sogar positive Veränderungen in Gang gesetzt?

Mehr Zusammengehörigkeit

Letztere Frage beantwortet Thomas Kummich, geschäftsführender Gesellschafter der Bopfinger Mehrmarken-Autohausgruppe Kummich, klar mit Ja. Auf das Betriebsklima habe sich Corona anders als erwartet positiv ausgewirkt: Ein „Wir-schaffen-das-Gefühl“ habe sich ausgebreitet, freut sich der Unternehmer: „Die Mitarbeiter sind näher zusammengerückt, die Loyalität zum Unternehmen ist spürbar gestiegen.“ Einige Mitarbeiter hätten sogar freiwillig angeboten, auf geleistete Überstunden oder Resturlaubstage zu verzichten.